30.09.2026 | 08:57

Notruf Niederösterreich: Einsatzkräfte trainieren gemeinsam für Ernstfall

LR Antauer und LR Prischl bei übergreifender Fortbildung für Polizei, Bundesheer, zivilen Rettungsdienst, Acute Community Nurses (ACN) und Feuerwehr in Melk.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr veranstaltete Notruf Niederösterreich in Melk zum zweiten Mal eine organisationsübergreifende Fortbildung für medizinisches Fachpersonal. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Roten Kreuz St. Pölten und der Feuerwehr Melk. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Einsatzorganisationen beschäftigten sich dabei mit Situationen, die im Einsatzalltag selten vorkommen, im Ernstfall aber höchste Professionalität, klare Kommunikation, klare Abläufe und ein präzises Zusammenspiel aller Beteiligten verlangen. Polizei, Österreichisches Bundesheer, ziviler Rettungsdienst, Acute Community Nurses (ACN) und Feuerwehr brachten dafür ihre unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungen ein.

Ein besonderes Zeichen für die Bedeutung der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit setzte auch der im Rahmen der Veranstaltung stattfindende Inspektionstermin mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und der Sicherheitsfamilie Niederösterreichs. Vor Ort waren etwa die Landesräte Eva Prischl und Martin Antauer.

„Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen – auch über die Grenzen der einzelnen Organisationen hinweg. Wer gemeinsam übt, kann gemeinsam rasch und sicher helfen. Dieses Training stärkt unsere Einsatzkräfte und kann im Ernstfall Leben retten. Mein Dank gilt allen, die sich darauf vorbereiten, für andere da zu sein, wenn es darauf ankommt“, betont Landesrat Martin Antauer.

„Medizinische Großübungen sind unverzichtbar, um auf außergewöhnliche und lebensbedrohliche Einsatzlagen bestmöglich vorbereitet zu sein. Klare Abläufe und ein eingespieltes Zusammenspiel aller beteiligten Einsatzorganisationen schaffen Sicherheit, stärken die Zusammenarbeit und tragen dazu bei, im Krisenfall rasch und bestmöglich helfen zu können. Ich danke allen beteiligten Organisationen, Einsatzeinheiten und Mitwirkenden für ihr großes Engagement und die hervorragende Kooperation“, strich Gesundheitslandesrätin Eva Prischl den professionellen Verlauf der Einsatzsimulation hervor.

Ebenso vor Ort waren die Leiterin der Abteilung Gesundheitsrecht des Landes Niederösterreich, Astrid Weber, die Bezirkshauptleute Daniela Obleser (Melk) und Andreas Riemer (Tulln), der Melker Bürgermeister Patrick Strobl, Landesmilitärkommandant Georg Härtinger, Landespolizeidirektor Franz Popp, Samariterbund-Präsident Hannes Sauer, Wasserrettungs-Präsident Markus Schimböck, Bezirksfeuerwehrkommandant Manfred Babinger, Bezirksrettungskommandant Lukas Dangl sowie die Rotkreuz-Geschäftsführer Sebastian Frank (St. Pölten) und Dominik Gruber (Melk). Gemeinsam mit zahlreichen weiteren hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben machten sie sich vor Ort ein Bild von der professionellen Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einsatzorganisationen und der Versorgung durch Sanitäterinnen und Sanitäter unter besonders herausfordernden Einsatzbedingungen.

Im Mittelpunkt standen die besonderen Herausforderungen bei Amok- und Terrorlagen sowie bei Ereignissen mit mehreren Schwerverletzten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartete ein praxisnahes Programm aus Fachvorträgen, medizinischen Skilltrainings und realitätsnahen Einsatzszenarien im Stationsbetrieb. Dabei ging es nicht nur um einzelne medizinische Maßnahmen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf den Schnittstellen zwischen den Organisationen: Wer übernimmt in welcher Phase welche Aufgaben? Wie kann die medizinische Versorgung in einer dynamischen und möglicherweise weiterhin gefährlichen Lage organisiert werden? Und wie müssen Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen zusammenarbeiten, damit Patientinnen und Patienten möglichst rasch und bestmöglich versorgt werden können?

Gerade bei außergewöhnlichen Einsatzlagen kann sich die Situation innerhalb kürzester Zeit verändern. Informationen sind zu Beginn oft unvollständig, gleichzeitig müssen Sicherheitsmaßnahmen, Einsatzführung und medizinische Versorgung eng aufeinander abgestimmt werden.

„Außergewöhnliche lebensbedrohliche Einsatzlagen können wir nur gemeinsam bewältigen. Entscheidend ist, dass die Zusammenarbeit nicht erst dann beginnt, wenn der Ernstfall eintritt. Wir müssen die Abläufe, Möglichkeiten und Arbeitsweisen der anderen Organisationen kennen und bereits vorher gemeinsam trainiert haben. Genau dafür schaffen wir mit dieser Fortbildung einen Rahmen: voneinander lernen, miteinander üben und damit gemeinsam besser vorbereitet sein, wenn es darauf ankommt“, erklärt Josef Schmoll, Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich.

Weitere Informationen: Notruf Niederösterreich, Telefon: 02742/24700-25144, E-Mail: presse@notrufnoe.at

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