Gefahren im Sommer in Niederösterreich

Der Sommer in Niederösterreich bringt viele angenehme Seiten mit sich, wie warme Temperaturen, Freizeitaktivitäten im Freien und die Erntezeit in der Landwirtschaft. Gleichzeitig entstehen jedoch verschiedene Gefahren, die Menschen, Tiere und die Umwelt betreffen können. Besonders Hitze, Unwetter, Waldbrände und gesundheitliche Risiken stellen in den Sommermonaten eine Herausforderung dar. 

aktualisiert am 18. Juni, 12:00 Uhr (fw)

Hitze und gesundheitliche Belastungen

Eine der größten Gefahren im Sommer ist die zunehmende Hitze. Temperaturen von über 30 Grad Celsius treten in Niederösterreich immer häufiger auf. Besonders ältere Menschen, Kleinkinder und Personen mit Vorerkrankungen leiden unter der starken Hitzebelastung. Mögliche Folgen sind Kreislaufprobleme, Dehydrierung, Sonnenstich oder Hitzschlag. Auch die intensive UV-Strahlung kann Hautschäden verursachen. Die Zahl der Hitzetage hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erhöht.

 

Gewitter und Unwetter

Im Sommer treten häufig starke Gewitter auf. Diese gehen oft mit Blitzschlägen, Hagel, Starkregen und Sturmböen einher. Gewitter können erhebliche Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und landwirtschaftlichen Flächen verursachen. Blitzschläge stellen zudem eine direkte Gefahr für Menschen dar. Experten empfehlen daher, bei Gewitterwarnungen den Aufenthalt im Freien zu vermeiden.

 

Starkregen und Hochwasser

Heftige Niederschläge können innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen freisetzen. Der Boden kann das Wasser oft nicht schnell genug aufnehmen, wodurch es zu Überschwemmungen kommt. Besonders gefährdet sind Keller, Garagen, Unterführungen und Gebäude in Hanglagen. Kleine Bäche können sich innerhalb weniger Minuten in gefährliche Wildbäche verwandeln. Auch Hochwässer an Donau und Nebenflüssen stellt in den Sommermonaten ein Risiko dar.

 

Gefahren durch Sturmböen und Tornados

Gewitter und Unwetter können auch in Niederösterreich Sturmböen von über 100km/h (Schäden an Gebäuden möglich) verursachen. Gerade im Vorfeld einer Gewitterfront oder während eines Gewitters sind sogenannte „Fallböen“ ein gefährliches Wetterphänomen, das unvorhergesehen auftritt und schwere Schäden verursachen kann. Vereinfacht kann man sich kalte schwere Luft vorstellen, die aus großer Höhe auf den Erdboden fällt.

Auch die eher selten auftretenden Tornados sind in Niederösterreich möglich. Da für die Ausbildung von diesen kleinräumigen Wettererscheinungen auch die Geländebeschaffenheiten ausschlaggebend sind, treten diese vor allem im Waldviertel, im Tullnerfeld und im Wiener Becken auf. Leider kommen gelegentlich auch Menschen zu Schaden. Daher gilt bei Gewittergefahr den Aufenthalt im Freien zu meiden.

 

Waldbrandgefahr

Längere Trockenperioden und hohe Temperaturen erhöhen die Waldbrandgefahr erheblich, wobei trockene Regionen besonders betroffen sind. Viele Waldbrände werden durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst, beispielsweise durch weggeworfene Zigaretten oder offenes Feuer. In heißen Sommern warnen Behörden regelmäßig vor erhöhter Brandgefahr. 

 

Zecken und Insekten

Während der Sommermonate sind Zecken besonders aktiv. Sie können Krankheiten wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder Borreliose übertragen. Nach Aufenthalten in Wäldern, Wiesen oder hohem Gras sollte der Körper daher gründlich auf Zecken abgesucht werden. Auch Mücken können durch ihre Stiche unangenehm werden und in seltenen Fällen Krankheiten übertragen.

 

Schutzmaßnahmen

Um die Risiken im Sommer zu verringern, sollten Wetterwarnungen beachtet, ausreichend Flüssigkeit aufgenommen und direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Bei Gewittern ist es ratsam, geschlossene Gebäude aufzusuchen. Waldbrandverordnungen müssen eingehalten und nach Aufenthalten in der Natur sollte eine Zeckenkontrolle durchgeführt werden.

 

Fazit

Der Sommer in Niederösterreich bietet viele Möglichkeiten für Freizeit und Erholung, bringt jedoch auch verschiedene Gefahren mit sich. Hitze, Unwetter, Hochwasser, Waldbrände und Zecken stellen die größten Risiken dar. Durch umsichtiges Verhalten und die Beachtung von Warnhinweisen können viele Gefahren jedoch reduziert oder vermieden werden. 



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