Aktuelle Gefahren im Spätsommer

(Stand: 16. September, 11:45Uhr)

ZAMG-Wetterwarnungen


Gefahren im Sommer - Gewitter bedeuten Lebensgefahr

Beachten Sie die Gefahren im Zuge von Gewittern. Rasch auftretende Sturmböen, Hagel, Starkregen und Blitzschlag verursachen jedes Jahr viele Sachschäden, aber auch Personenschäden in Österreich. Daher die Empfehlung bei Unwettergefahr stets wachsam zu sein.

Meiden Sie daher unbedingt bei Gewitter den Aufenthalt im Freien!

Allgemeine Gefahren durch Niederschläge

a)    Starkregen und Hagel

Regen

Bei intensiven Niederschlägen, meist im Zuge von Gewittern, kann der Boden die enormen Regenmengen nicht aufnehmen und es kommt zu einem oberflächlichen Abfluss des Regenwassers. Innerhalb weniger Minuten kann das abfließende Wasser zu lokalen Überflutungen führen. Die Wassermassen, aber auch die Hagelkörner sammeln sich beispielsweise in Gräben, tieferliegenden Ackerflächen, Straßenunterführungen oder dringen über Kellerfenster, Stiegenabgänge und Schächte in Garagen, Keller- und Wohnräume ein. Durch Starkregen können kleine Bäche zu reißenden Wildbächen werden, die sogar Autos mitreißen können. Speziell im Alpenvorland und alpinen Niederösterreich, im Waldviertel, aber auch in der Wachau und im Wienerwaldbereich sind Hangrutschungen, Muren und Felsstürze oftmals unangenehme Folgegefahren von Starkregenereignissen oder langanhaltenden Niederschlägen. Auch die Wildbäche in den Weinbaugebieten am Wagram entlang der Donau sind nicht zu unterschätzen.

Gerade Gebäude in Hanglage oder an Tiefpunkten sind bei Starkregen besonders gefährdet. Meiden Sie daher den Aufenthalt in tieferliegenden Räumen, es besteht durchaus Lebensgefahr durch rasch eindringende Wassermassen oder Muren. Die katastrophalen Ereignisse in Deutschland im Juli 2021 haben das enorme Gefahrenpotential von Starkregen und den rasch ansteigenden Gewässern aufgezeigt.

Um das Gefahrenpotential von Hangwasser besser einschätzen zu können hat das Land NÖ umfangreiche Analysen durchgeführt. Nähere Informationen finden Sie hier.

Hagel, die unterschätzte Gefahr

Die Hagelunwetter der letzten Jahre (z.B. Wieselburg Juni 2012, Allentsteig, Schrattenberg und Rossatz 2021) zeigen welch großer Schaden durch Hagel entstehen kann. Bei den Hagelunwettern im Juli 2021 zerstörten Hagelkörner mit Durchmessern größer fünf Zentimeter auch Dachziegel. Hagelkörner dieser Größe können Geschwindigkeiten von bis zu 150km/h erreichen. Je kleiner das Korn, umso geringer auch die Geschwindigkeit. Neben landwirtschaftlichen Flächen werden bei schwerem Hagel auch Dachflächen, Photovoltaikpanele, Fassaden, Scheiben und Fahrzeuge schwer beschädigt. Daher ist der Aufenthalt im Freien unbedingt zu meiden, da Verletzungsgefahr besteht.

b)   Hochwasser an den NÖ Gewässern

In den Sommermonaten können aber auch die „klassischen“ Hochwasserereignisse an der Donau und deren Zubringern auftreten. Verantwortlich dafür sind Großwetterlagen, die über mehrere Tage feuchte Luftmassen an den Alpenhauptkamm heranführen und für flächige Niederschläge sorgen. Beim letzten großen Katastrophenhochwasser an der Donau im August 2013 waren rund 4000 Objekte betroffen. Über 50.000 Einsatzkräfte standen mehrere Wochen im Hochwassereinsatz. Um die Auswirkungen durch Überflutungen zu minimieren wurde in den letzten Jahren in viele Hochwasserschutzprojekte investiert.

Weitere Informationen zu Hochwasserereignissen und Schutzmaßnahmen finden Sie unter Hochwasserschutz.

Gefahren durch Sturmböen und Tornados

Tornado
© Dann Ross

Gewitter und Unwetter können auch in Niederösterreich Sturmböen von über 100km/h (Schäden an Gebäuden) verursachen. Gerade im Vorfeld einer Gewitterfront oder während eines Gewitters sind auch sogenannte „Fallböen“ ein gefährliches Wetterphänomen, das unvorhergesehen auftritt und schwere Schäden verursachen kann. Vereinfacht kann man sich kalte schwere Luft vorstellen, die aus großer Höhe auf den Erdboden fällt.

Auch die eher selten auftretenden Tornados sind in Niederösterreich möglich. Der Tornado vom 24. Juni 2021 in Tschechien hat die Gefährlichkeit derartiger Wetterphänomene leider eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Da für die Ausbildung von diesen kleinräumigen Wettererscheinungen auch die Geländebeschaffenheiten ausschlaggebend sind, treten diese selten, aber doch vorwiegend im Wald- und Weinviertel, im Tullnerfeld und im Wiener Becken auf. Leider kommen durch diese hohen Windgeschwindigkeiten auch Menschen zu Schaden. Daher gilt bei Gewittergefahr den Aufenthalt im Freien zu meiden.

Nähere Informationen zu Stürmen und Tornados in Niederösterreich

Waldbrandgefahr in Niederösterreich

Beachten Sie die aktuell kundgemachten Waldbrandverordnungen, die jegliches Entzünden von Feuer im Wald und in der Nähe des Waldes untersagen. Diese werden bezirksweise je nach Waldbrandgefahrenlage von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde verordnet.

Allgemeine Informationen zur Waldbrandgefahr in NÖ und Verhaltenstipps

--------------------------------------------------------------------------

Weitere Informationen


 

weiterführende Links

Ihre Kontaktstelle des Landes für Zivil- & Katastrophenschutz

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz
Langenlebarner Strasse 106 3430 Tulln E-Mail: post.ivw4@noel.gv.at
Tel: 02742/9005 - 13352
Fax: 02742/9005 - 13520
Letzte Änderung dieser Seite: 16.9.2021
© 2021 Amt der NÖ Landesregierung