Aktuelle Gefahren

weiterhin Nachbeben in der Thermenregion möglich (update: 22.04.21, 23.30h)

ZAMG-Wetterwarnungen


Beachten Sie die aktuellen Wetterwarnungen der ZAMG!

Erdbebenserie in der Thermenregion

Am Dienstag, den 30. März, kam es östlich von Neunkirchen um 18.25h zu einem kräftigen Erdbeben mit einer Magnitude von 4,6. Das Beben war laut ZAMG in weiten Teilen Österreichs spürbar und das stärkste der letzten 20 Jahre in Niederösterreich. 

In den Wochen danach kam es zu zahlreichen Nachbeben, wobei am Dienstag, den 20. April 2021, um 00:57 Uhr Lokalzeit ein weiteres starkes Erdbeben der Magnitude 4,4 die Thermenregion erschütterte. Das Epizentrum lag 4 km nordöstlich von Neunkirchen in einer der aktivsten Erdbebenzonen Österreichs. Die Herdtiefe betrug etwa 9 Kilometer. Obwohl das Beben mit einer Magnitude von 4,4 etwas schwächer war als das Beben am 30. März 2021 (Magnitude 4,6, wurde es ähnlich stark verspürt. Bei diesen Stärken ist mit leichten Gebäudeschäden (Mauerrisse) zu rechnen. Auch in den Abendstunden des 20. Aprils erfolgten weitere deutlich spürbare Nachbeben. Laut ZAMG ist auch in den nächsten Wochen immer wieder mit Nachbeben zu rechnen, die auch in anderen Landesteilen verspürt werden können.

Starkbeben, wie man sie aus Italien, Griechenland, oder der Türkei kennt, sind in der Thermenregion nicht zu erwarten. Laut ZAMG liegt die Obergrenze bei einer Magnitude von 6,0. Bei dieser Stärke muss aber mit erheblichen Schäden an Gebäuden, Brücken, Schienen, Stromleitungen und auch vereinzelt mit Verletzten gerechnet werden.

Mehr Informationen zu den Beben im Raum Neunkirchen finden Sie auf den informativen Seiten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG - Erdbebendienst).

Industrieviertel verfügt über ein dichtes Erdbebenmessnetz - Schülerinnen und Schüler der HTL Wiener Neustadt bauten die Messgeräte

Die Thermenregion verfügt über ein dichtes Erdbebenmessnetz (MSS), das großteils von der Bevölkerung selbst betrieben wird. Dank einer zivilgesellschaftlichen Initiative von Em.Univ.Prof. DI Dr. Ewald Brückl (TU Wien) konnte in Kooperation mit SchülerInnen des TGM in Wien, sowie der HTL Wiener Neustadt und mit finanzieller Unterstützung des Landes NÖ, des BM für Bildung, Wissenschaft und Forschung, sowie der Baumit GmbH und der Förderaktion netidee dieses Projekt umgesetzt werden. Die Ergebnisse der Messungen dieses Sensornetzwerkes sind frei im Internet abrufbar. Die Messdaten sind wenige Sekunden nach einem Erdbeben abrufbar. Die Seite ist fast selbsterklärend, einfach im Menü rechts ein Beben auswählen und dann die Messdaten auf der Karte abspielen. Ein Bericht inklusive Videoanimation des Hauptbebens vom 30. März findet sich ebenfalls im Blog der Homepage. Nähere Informationen zum Macroseismic Sensor Netzwerk (MSS) finden Sie hier.

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Weitere Gefahren


 

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Letzte Änderung dieser Seite: 23.4.2021
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