Mögliche Gefahren in Niederösterreich

Gefahren im Frühling (aktualisiert am 27. Mai 2024)

Erste Sommergewitter möglich

Nach der Schneeschmelze besteht bei Trockenheit regional auch erhöhte Waldbrandgefahr. 

ZAMG-Wetterwarnungen


Gefahren im Frühling allgemein

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über Gefahren, die besonders im Frühling in Niederösterreich auftreten können. Bitte beachten Sie zu den einzelnen Gefahren auch die tagesaktuellen Gefahreneinschätzungen der Geosphere Austria (vormals ZAMG) und der  Wetterwarnungen, die im Österreichischen Rundfunk kommuniziert werden.

erhöhte Waldbrandgefahr im Frühling

Gerade nach der Schneeschmelze wird die Streuschicht am Boden (Herbstlaub, altes Gras) durch die Frühlingssonne rasch getrocknet. Daher besteht hier meist auf südseitigen, alpinen Waldhängen regional erhöhte Waldbrandgefahr. 

Sturmtiefs im Frühling - Aufenthalt im Freien meiden!

Die größte Gefahr im Frühling geht nach wie vor von großen Tiefdruckgebieten über Europa aus. Sturmtiefs mit Windgeschwindigkeiten über 100km/h sorgen fast jedes Jahr für Schäden in Österreich. Derartig hohe Windgeschwindigkeiten führen zu umstürzenden Bäumen und Schäden an Dächern. Der Aufenthalt im Freien ist bei Sturm unbedingt zu vermeiden!

Der Föhnsturm rund um Ostern 2024 forderte in der Steiermark sogar zwei Todesopfer (ORF Bericht)

Große Tiefdruckgebiete (Sturmtiefs) werden von den Wetterdiensten oftmals mit Vornamen bezeichnet und bleiben damit leicht in Erinnerung. Die größten Schäden in Niederösterreich verursachte der Orkan "Kyrill" im Jänner 2007 und der Orkan "Emma" Anfang März 2008.

Wenn diese Stürme auf das europäische Festland treffen sorgen sie meist schon in Großbritannien, Deutschland und Frankreich für schwere Schäden. Die Ausläufer dieser Sturmfronten erreichen auch mehrmals pro Jahr Österreich und können Schäden auch bei uns verursachen. Dabei treten Windgeschwindigkeiten größer 100km/h auf und das über mehrere Stunden oder sogar Tage. Da die Vorhersage relativ zuverlässig ist, sollte es möglich sein vorsorglich gefährdete Gegenstände, wie z.B. Plakatständer, Gartenmöbel und Kindertrampoline, rechtzeitig zu sichern.
Auch Personen sind bei Sturm gefährdet. Menschen werden meist durch umstürzende Bäume, herabfallende oder herumfliegende Trümmer und Gegenstände verletzt oder sogar getötet. So starben z.B. beim Orkan "Kyrill" im Jänner 2007 über 40 Menschen in Europa. Daher sollte während eines Sturms  der Aufenthalt im Freien vermieden werden. Ab 117km/h spricht die Meteorologie von einem Orkan. Bei diesen Windgeschwindigkeiten ist auch mit Schäden an Dächern und im Forst (großflächige Windwürfe) zu rechnen.

Das Sturmtief mit dem Namen "Zoltan" sorgte im Dezember 2023 von der deutschen Nordseeküste bis nach Österreich für schwere Schäden. Die Ausläufer des Sturmtiefs erreichten ab dem 21. Dezember Österreich und führten auch in Niederösterreich zu Schäden mit Windgeschwindigkeiten über 100km/h. Auf der Buchbergwarte bei Neulengbach und am Sonnwendstein im Semmeringgebiet wurden sogar Sturmböen mit über 150km/h gemessen.


Weitere Informationen

 

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Letzte Änderung dieser Seite: 29.5.2024
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