Rund 1.200 Patientinnen- und Patiententabletts pro Mahlzeit, drei Mahlzeiten täglich und insgesamt etwa 1,3 Millionen Ausgabevorgänge pro Jahr: Die Speisenversorgung am Universitätsklinikum St. Pölten ist ein umfangreicher logistischer Prozess, bei dem zahlreiche Arbeitsschritte präzise ineinandergreifen müssen. Um die Abläufe weiter zu optimieren, wurde gemeinsam ein innovatives System zur Teilautomatisierung und Digitalisierung der Speisenverteilung umgesetzt.
„Eine hochwertige Gesundheitsversorgung geht weit über medizinische Behandlung und Pflege hinaus. Auch eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Verpflegung trägt wesentlich zum Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten bei. Das Universitätsklinikum St. Pölten zeigt mit diesem Projekt, wie innovative Technologien dazu beitragen können, Prozesse effizienter zu gestalten und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Arbeitsalltag gezielt zu entlasten. Damit setzen wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernen, zukunftsorientierten und verlässlichen Gesundheitsversorgung in Niederösterreich“, so Landesrat Anton Kasser.
Im Mittelpunkt steht die durchgängige Betrachtung des gesamten Versorgungsprozesses – von der Bereitstellung relevanter Informationen bis hin zur logistischen Abwicklung. Das Ziel ist eine moderne, ergonomische und zukunftsorientierte Speisenversorgung, bei der Mensch und Technik optimal zusammenwirken. Die eingesetzten Robotersysteme übernehmen gezielt automatisierbare Arbeitsschritte und entlasten damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei wiederkehrenden Routinetätigkeiten. So bleibt mehr Zeit für jene Aufgaben, bei denen menschliche Erfahrung, Fachwissen und Flexibilität besonders gefragt sind.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Digitalisierung der bisher papierbasierten Informationskette. Dabei kommen wasserlösliche Etiketten mit aufgedrucktem QR-Code zum Einsatz, die eine eindeutige Erkennung der Tabletts durch das Robotersystem ermöglichen. Die Codes dienen ausschließlich der Identifikation der Tabletts und enthalten keine Daten von Patientinnen und Patienten. Nach dem Scannen werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die jeweils vorgesehenen Speisen auf Bildschirmen angezeigt. Dadurch wird die korrekte Zusammenstellung der individuell abgestimmten Patientenmahlzeiten unterstützt. Das neue System schafft damit die Grundlage für transparente, standardisierte und digital unterstützte Abläufe in der Speisenversorgung. Arbeitsprozesse werden so effizienter.
„Mit der Digitalisierung und Teilautomatisierung der Speisenversorgung setzen wir einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung unserer internen Abläufe. Bei rund 1,3 Millionen Ausgabevorgängen jährlich sind zuverlässige und effiziente Prozesse von besonderer Bedeutung. Das neue System unterstützt unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit und schafft gleichzeitig mehr Sicherheit und Transparenz in der Speisenlogistik“, betont Christian Müllner, Kaufmännischer Direktor.
„Die Digitalisierung bietet uns die Chance, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Arbeitsalltag gezielt zu unterstützen und ihre wertvollen Ressourcen dort einzusetzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Entscheidend ist dabei, die Beschäftigten von Beginn an in Veränderungsprozesse einzubinden und ihnen die notwendigen Kompetenzen für den Umgang mit neuen Technologien zu vermitteln. Denn der Erfolg der Digitalisierung hängt nicht allein von technischen Lösungen ab, sondern vor allem von den Menschen, die sie täglich nutzen“, betont Bernhard Kadlec, Vorstand der NÖ LGA.
Weitere Informationen: Öffentlichkeitsarbeit Universitätsklinikum St. Pölten, Thomas Wallner, Telefon: 02742/9004-10030, E-Mail: presse@stpoelten.lknoe.at
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