2026: Alle Preisträger Vorbildliches Bauen in NÖ

Die Aktion Vorbildliches Bauen in NÖ gibt es seit über 60 Jahren. Hier finden Sie Informationen zu den ausgezeichneten Objekten im Jahr 2026.

Planer: Architekt Christian Galli Ziviltechniker GmbH, Krems an der Donau
Bauherr: Gemeinnützige Donau-Ennstaler Siedlungs-AG


Die Wohnhausanlage mit acht Atriumhäusern zeigt, wie qualitätsvolles Wohnen aus Klarheit und Zurückhaltung entstehen kann. Die verdichtete Flachbauweise schafft Nachbarschaft, ohne die Privatheit aufzugeben: L-förmige Baukörper umschließen geschützte Gärten und verbinden Offenheit mit Geborgenheit. Die reduzierte Architektursprache mit weißen Putzflächen kombiniert mit Sichtbeton verleiht der Anlage eine zeitlose Eleganz. Im Inneren sorgen sorgfältig ausgewählte Materialien und funktional durchdachte Grundrisse für Wohnqualität im Alltag. Nachhaltige Energietechnik mit Wärmepumpe, Sommerkühlung und Photovoltaik ergänzt das stimmige Gesamtkonzept. So entsteht ein Wohnort, der Beständigkeit, Komfort und zeitgemäße Architektur auf überzeugende Weise vereint.

Foto der Reihenhausanlage Langenlois
Reihenhausanlage in Langenlois© Werner Jäger


Planer: Architekt DI Wolfgang Pfoser ZT GmbH, St. Pölten
Bauherr: Niederösterreichische Museum Betriebsgesellschaft m.b.H.


Mit der behutsamen Sanierung der ehemaligen Synagoge in St. Pölten ist es gelungen, ein bedeutendes Kulturdenkmal zu erhalten und in die Zukunft zu tragen. Der denkmalgerecht instandgesetzte ehemalige Sakralbau wird durch einen eingeschossigen, zurückhaltend gestalteten Neubau ergänzt, der Eingang, Kassa, Shop und Nebenräume aufnimmt sowie eine barrierefreie Erschließung ermöglicht. In seiner klaren Architektursprache ordnet sich der Anbau dem historischen Bau respektvoll unter. Hochwertige Handwerksarbeit und die Wiederherstellung der Wandornamentik, sowie moderne Licht- und Tontechnik schaffen die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Nutzung als Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Gedenkstätte.

Foto der Synagoge
Ehemalige Synagoge in St. Pölten© Pfoser ZT


Planer: Work Space Architekten ZT GmbH, Wien
Bauherr: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Gebäude- und  Liegenschaftsmanagement


Am Übergang vom Campus des ISTA in die Landschaft wird der neue Kindergarten am Hochpunkt des stark abfallenden Geländes situiert. Der Holzbau mit polygonalem Grundriss entwickelt sich gemeinsam mit dem Garten zu einer harmonischen Einheit, während die strukturierte Holzfassade und der vorgelagerte Stahlbalkon eine elegante architektonische Balance schaffen. Im Inneren entstehen durch klug organisierte Cluster überschaubare Räume der Gemeinschaft und Geborgenheit. Sichtbares Holz, sorgfältig ausgeführte Details und eine ruhige Materialität prägen eine Atmosphäre, die Kinder und Pädagoginnen gleichermaßen willkommen heißt. Nachhaltige Gebäudetechnik und eine Tiefensonden-Wärmepumpe vollenden ein Bauwerk, das Funktion und Gestaltung beispielhaft vereint.

Foto des Kindergartens
Kindergarten ISTA in Klosterneuburg© Schreyer David


Planer: Treberspurg & Partner Architekten ZT GmbH, Wien
Bauherr: Österreichische Bundesforste


Gruppiert um einen gemeinschaftlichen Grünraum, der Begegnung und Alltag gleichermaßen Raum gibt, fügen sich die drei dreigeschossigen Baukörper mit ihrer Form und ihren Kubaturen wie selbstverständlich in das städtebauliche Gefüge. Die grau lasierte Holzfassade und farbig gesetzten Fensterelemente verleihen der Wohnanlage eine lebendige Identität. Holz prägt auch die Innenräume und schafft eine warme, natürliche Wohnatmosphäre bis in die konstruktiven Details. Lichtdurchflutete Erschließungszonen und ein konsequent nachhaltiges Energiekonzept mit Tiefensonden-Wärmepumpen verbinden Wohnqualität mit ökologischer Verantwortung – ein überzeugendes Beispiel zeitgemäßen Wohnbaus.

Foto des Mitten in Gablitz
MITTEn in GABLITZ in Gablitz© Hertha Hurnaus


Planer: Arkform ZT GmbH, Linz
Bauherr: TEST-FUCHS GmbH


Das Betriebsrestaurant von Test-Fuchs – einem Unternehmen für Luft- und Raumfahrttechnologie - überzeugt durch selbstverständliche Präsenz und beeindruckende Konsequenz. Ein klarer Baukörper, umhüllt von großzügigen Verglasungen und einem weit auskragenden Dach, das sich zum Abschluss wie ein Flügel erhebt – ein gestalterischer Akzent, der Identität schafft. Im Inneren entfalten Sichtbeton, geschliffener Estrich und eine dunkle Holzrippendecke, die sich dynamisch aufdreht, eine hochwertige Atmosphäre. Diese präzis gefügten Konstruktionen mit unsichtbaren Verbindungen, durchdachte Funktionalität und nachhaltige Haustechnik verbinden sich zu einem Ort, der Architektur, Arbeitswelt und Alltag auf beispielhafte Weise zusammenführt.

Foto des Betriebsrestaurants Fuchs
Test Fuchs Betriebsrestaurant in Groß Siegharts © Andreas Balon


Planer: Architekt Dipl.-Ing. Karl STEFAN, Wien
Bauherr: Stadtgemeinde Traismauer


Am Rand des Friedhofs entstand ein Ort des Abschieds, der Trost nicht durch Worte, sondern durch seine Architektur vermittelt. Die sanft geschwungene Form der neuen Aufbahrungs- und Zeremonienhalle erinnert an schützende Hände und fügt sich mit ihrer ruhigen Gestalt selbstverständlich in die örtliche Umgebung ein. Die anthrazitfarbene Hülle verleiht dem Bau Würde, während die sichtbare Holzkonstruktion im Inneren Wärme, Geborgenheit und eine besondere Akustik schafft. Konfessionsneutral gedacht und klar organisiert, verbindet das Gebäude zeitgemäße Funktionalität mit einer sensiblen Haltung – ein Ort, der dem Abschied einen würdevollen Rahmen gibt.

Foto der Aufbahrungshalle
Aufbahrungshalle in Traismauer© copyright – Arch. Stefan


Planer: Atelier Deubner Lopez ZT OG, Gänserndorf
Bauherr: Röm.-Kath. Pfarre Wolkersdorf


Wo Vertrautes an seine Grenzen gelangt war, entstand aus den Räumlichkeiten der Pfarre und dem Veranstaltungssaal der Gemeinde ein Ort mit neuer Lebendigkeit. Der Bestand wurde bis auf seine tragende Struktur freigelegt und mit überlegten Eingriffen zeitgemäß weitergedacht. Funktional logisch getrennt lassen sich beide Bereiche im Bedarfsfall im Sinne eines effizienten Gesamtbetriebes enzsprechend kombinieren. Die neue Keramikfassade fügt sich selbstverständlich in das Ensemble von Kirche und Pfarrhof ein. Wiederverwendete Materialien erzählen die Geschichte des Ortes weiter, während Fernwärme, Photovoltaik und Batteriespeicher den Blick konsequent in die Zukunft richten. So verbindet das Gebäude Bewährtes mit neuer Verantwortung.

Foto des Quartier Wolkersdorf
Quartier Wolkersdorf in Wolkersdorf© Michael Baumgartner / KiTO


Planer: STEINBAUER architektur+design, Wiener Neustadt
Bauherr: Raphaela und Peter Varga


Eingebettet in die Streusiedlung Waidmannsbach bewahrt dieses nahezu zweihundert Jahre alte Bauernhaus seine Identität und öffnet sich zugleich behutsam der Gegenwart. Massive Schäden durch drückendes Hangwasser machten den Abbruch der hangseitigen Außenwand erforderlich. Ein präzise gesetzter Sichtbeton-Zubau sichert nun den Hang und schafft zusätzlichen Wohnraum. Im Inneren treten weiß gekalkter Bestand und sandgestrahlter Beton in einen spannenden Dialog.  So entstand aus technischer Notwendigkeit architektonische Qualität in hoher handwerklicher Präzision - ein überzeugendes Beispiel dafür, wie Baukultur Geschichte bewahren und Zukunft gestalten kann.

Foto des Häusl Miesenbach
HÄUSL in Miesenbach© MW-Architekturfotografie


Planer: Atelier Thomas Pucher ZT GmbH, Graz
Bauherr: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Gesundheitsstrategie


Inmitten in einer gewachsenen Parklandschaft entstand ein Gebäude, dessen Architektur Geborgenheit und Gemeinschaft räumlich erfahrbar macht. Drei ringförmig angeordnete Baukörper mit verbindendem geschwungenem Dach umschließen einen grünen Innenhof – Sinnbild für Schutz, Zusammenhalt und das pädagogische Prinzip „vom DU zum WIR“. Die warme Holzarchitektur, großzügige Verglasungen und rhythmisierte Beschattungslamellen schaffen fließende Übergänge zwischen Innen und Außen und lassen Räume entstehen, die Orientierung geben und zugleich Freiheit ermöglichen. Der Entwurf ist eine visionäre Interpretation eines lebendigen Ortes, das jungen Menschen ein geborgenes Heim bietet und den wertvollen Altbaumbestand als zentrales Gestaltungselement in das pädagogische Konzept integriert.

Foto des Sozialpädagogischen Zentrums
Sozialpädagogisches Zentrum in Korneuburg© Simon Oberhofer



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Letzte Änderung dieser Seite: 16.10.2026
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