22.11.2019 | 10:52

Kick-Off zur neuen Bewusstseinskampagne „Schnelle Hilfe bei Schlaganfall“

Eichtinger, Zuser: Rasches Reagieren kann Leben retten

Primarius Karl Matz, Vertreter der österreichischen Schlaganfallgesellschaft, NÖGKK-Generaldirektorstellvertreterin Petra Zuser und Landesrat Martin Eichtinger (v.l.n.r.) informierten zum Thema „Schnelle Hilfe bei Schlaganfall“.
Primarius Karl Matz, Vertreter der österreichischen Schlaganfallgesellschaft, NÖGKK-Generaldirektorstellvertreterin Petra Zuser und Landesrat Martin Eichtinger (v.l.n.r.) informierten zum Thema „Schnelle Hilfe bei Schlaganfall“. © NLK PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Rahmen eines Pressegespräches in St. Pölten fand am heutigen Freitag der Startschuss für die neue Bewusstseinskampagne „Schnelle Hilfe bei Schlaganfall“ mit Landesrat Martin Eichtinger, NÖGKK-Generaldirektorstellvertreterin Petra Zuser und Primarius Karl Matz, Vertreter der österreichischen Schlaganfallgesellschaft, statt.

Ein Schlaganfall kommt plötzlich und unangekündigt und es ist dann sofortiges Handeln notwendig. „Deshalb starten wir ab morgen eine breite Informationskampagne über das Thema ‚Schlaganfall‘“, sagte der Landesrat. Die häufigsten Symptome seien herabhängende Mundwinkel, Sprachstörungen und die Schwierigkeit, die Arme zu heben. „Die Kampagne zeigt auch auf, wie man in einer solchen Situation schnellste Hilfe bekommt. Es gibt Radio-Spots, Online-Werbung, Informationsveranstaltungen und es werden Spiegel in den Service-Centern der NÖ Gebietskrankenkasse aufgestellt, wo man sehen kann, wie sich das Erscheinungsbild einer Person verändert, die von einem Schlaganfall betroffen ist“, hob er hervor. Die Kampagne werde sechs Monate dauern. Ziel sei es, Bewusstsein für das Thema „Schlaganfall“ zu schaffen, die Bevölkerung aufzuklären und bestmöglich zu unterstützen, so Eichtinger.

In diesem Zusammenhang wurde auch ein Ausbildungsschwerpunkt für die niederösterreichischen Sanitäterinnen und Sanitäter umgesetzt. Das Rettungspersonal habe seit Jahresanfang ein E-Learning-Modul genutzt, sprach der Landesrat einen weiteren Aspekt an. „Bis Ende September 2019 haben diese Schulungen bereits 6.000 Sanitäterinnen und Sanitäter erfolgreich absolviert. Das Online-Tool wird ab Jänner 2020 für alle Bürgerinnen und Bürger gratis unter www.vielgesundheit.at zur Verfügung stehen“, fuhr Eichtinger fort. Gemeinsam mit der Fachhochschule St. Pölten, Vertretern des Roten Kreuzes und des Arbeitersamariterbundes sowie unter fachlicher Begleitung der Schlaganfallgesellschaft sei dieses Online-Tool entwickelt worden, informierte er.

Bei einem Schlaganfall zählt jede Sekunde. „Indem wir das Bewusstsein der Menschen für die Symptome stärken, erhöhen wir auch die Genesungschancen der Betroffenen“, sagte Petra Zuser von der NÖ Gebietskrankenkasse. Es gehe auch um die Schulung im privaten Bereich. Zum vielfältigen Präventionsprogramm würden Vorsorgeuntersuchungen, die Identifikation von Risikofaktoren und eine breite Palette an Ernährungs- und Bewegungsworkshops zählen, hielt sie fest. Wenn sich durch einen gesunden Lebensstil der Blutdruck senke, so verringere sich damit auch das Schlaganfallrisiko. Die NÖ Gebietskrankenkasse biete im Falle eines Schlaganfalles die bestmögliche Therapie an, so Zuser.

Primarius Karl Matz, Vertreter der österreichischen Schlaganfallgesellschaft, führte aus, dass sich die Behandlungsmöglichkeiten aufgrund „neuer Medikamente und Techniken dramatisch verbessert haben.“ In Niederösterreich gebe es für Schlaganfallpatienten gute Strukturen, betonte er und erinnerte an die „Stroke Units“, die für die betroffenen Menschen eine optimale Betreuung leisten. Bei Verdacht auf Schlaganfall sofort 144 rufen, so Matz.

Der Schlaganfall ist in Niederösterreich die dritthäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Etwa die Hälfte der Betroffenen eines Schlaganfalles haben danach Beeinträchtigungen. Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, steigt mit dem Alter. In Niederösterreich erleiden jährlich rund 4.000 Personen einen Schlaganfall. Ein Schlaganfall ist die Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung im Gehirn.

Nähere Informationen beim NÖGUS unter 0676/85871-33030, Martin Hillinger, und E-Mail martin.hillinger@noegus.at, www.144.at/schlaganfall

Rückfragen & Information

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Ing. Mag. Johannes Seiter Tel.: 02742/9005-12174
Email: presse@noel.gv.at

Landhausplatz 1
3109 St. Pölten

© 2019 Amt der NÖ Landesregierung
noe_image