17.03.2026 | 10:15

„Stimmen der Wildnis“: Ein Festival für Mensch und Natur

Museum Niederösterreich präsentiert in Kooperation mit GLOBART erstmals dieses Festival

Von 24. bis 26. April lädt das Museum Niederösterreich in Kooperation mit GLOBART erstmals zum Festival „Stimmen der Wildnis“ nach St. Pölten. Drei Tage lang stehen die Klänge der Natur im Mittelpunkt – als künstlerische Inspiration, wissenschaftliche Erkenntnisquelle und Impuls für gesellschaftliches Handeln. „Niederösterreich ist mit seinen vielfältigen Landschaften und einem Waldanteil von rund 40 Prozent ein bedeutendes Natur- und Erholungsland. Daraus ergibt sich politisch und gesellschaftlich die besondere Aufgabe, genau hinzuhören und unsere Natur nicht nur zu genießen, sondern sie bewusst wahrzunehmen und zu schützen“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

„St. Pölten steht für zeitgenössische Kultur und innovative Formate. Mit ‚Stimmen der Wildnis‘ entsteht ein Festival, das Kunst, Wissenschaft und gesellschaftlichen Dialog verbindet und unsere Stadt als lebendigen Kulturstandort weiter stärkt“, so Bürgermeister Matthias Stadler. Spielorte sind das Museum Niederösterreich, der Sonnenpark sowie das „Kesselhaus“ am Glanzstoff-Areal. Zu den Mitwirkenden zählen unter anderem der Verein Solektiv, die Biologin Angela Stöger, die Sängerin Mogli sowie die britische Ornithologin und Aktivistin Mya-Rose Craig. Ein vielfältiges Familienprogramm macht das Festival auch für junge Besucherinnen und Besucher erlebbar. „Unser Festival verbindet Vorträge, Workshops und Konzerte und schafft Räume, in denen Natur für uns Menschen als lebendiges Gegenüber erfahrbar wird“, so Jakob Brossmann, künstlerischer Leiter von „Stimmen der Wildnis“. Im Zentrum steht die Frage, was Geräuschlandschaften über den Zustand unserer Ökosysteme erzählen und wie wir der Natur im demokratischen Diskurs eine Stimme geben können.

Eröffnet wird „Stimmen der Wildnis“ vom italienischen Ökoakustiker und Klangkünstler David Monacchi mit seinem Vortrag „Vom Singen der Wälder“. Seit Jahrzehnten dokumentiert er die bedrohten Klangwelten der Regenwälder. Der Höhepunkt und Abschluss des Festivals ist die Gründung des „Parlaments der Wildnis“ unter dem Vorsitz der ehemaligen Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs, Irmgard Griss. In diesem neuen Beteiligungsformat verhandeln Jugend- und Schülervertretungen Anliegen, die aus der Zivilbevölkerung eingebracht wurden – ein Modellversuch, wie Natur im demokratischen Prozess repräsentiert werden kann.

Der Ticketverkauf startet ab sofort unter https://www.museumnoe.at/de/stimmen-der-wildnis. Bewusst setzt das Festival auf ein solidarisches Preismodell („Pay as You Wish“) – Besucherinnen und Besucher bezahlen, was sie können und möchten. Damit wird der Zugang nicht vom Einkommen abhängig gemacht. „Stimmen der Wildnis“ versteht sich als offenes Forum für Austausch, Wissensvermittlung und Mitgestaltung. Fragen zu Klima, Biodiversität und Artenschutz betreffen die gesamte Gesellschaft, denn Natur ist ein kollektives Gut. Das Festival trägt diesem Anspruch Rechnung, indem es Teilhabe möglichst barrierearm gestaltet und Verantwortung als gemeinsame Aufgabe begreift.

Nähere Informationen bei Amadea Horvath, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation Museum Niederösterreich, Mobiltelefon +43 664 604 99-943, E-Mail amadea.horvath@museumnoe.at, www.museumnoe.at

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