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10.05.2026 | 08:33

LH Mikl-Leitner zum Internationalen ME/CFS-Tag

„Wir dürfen Menschen mit ME/CFS mit ihrem Leid nicht alleine lassen“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit der ME/CFS-Betroffenen Bettina Wurzenberger.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit der ME/CFS-Betroffenen Bettina Wurzenberger.© NLK PfefferDownload (2.0Mb)

Anlässlich des Internationalen ME/CFS-Tages am 12. Mai macht Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auf die schwierige Situation von Menschen mit dieser Erkrankung aufmerksam. Sie wünscht sich mehr Bewusstsein, bessere Versorgung sowie verstärkte Forschung rund um die schwere chronische Multisystemerkrankung.

„ME/CFS ist eine schwere und oftmals lebensverändernde Erkrankung, die noch immer viel zu wenig sichtbar ist. Viele Betroffene kämpfen nicht nur mit massiven gesundheitlichen Einschränkungen, sondern auch mit fehlender medizinischer Versorgung und mangelndem Verständnis“, so die Landeshauptfrau. Sie betont: „Menschen mit ME/CFS dürfen mit ihrem Leid nicht alleine gelassen werden.“

ME/CFS – Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom – gilt als schwere neurologische Erkrankung. Viele Betroffene sind dauerhaft arbeitsunfähig, ein erheblicher Teil ist haus- oder bettgebunden. Internationale Studien und aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in Österreich mittlerweile rund 73.600 Menschen betroffen sind, davon etwa 13.800 in Niederösterreich. Rund 20 Prozent der Erkrankten gelten als schwer oder sehr schwer betroffen.

Eine davon ist die 22-jährige Bettina Wurzenberger, die Landeshauptfrau Mikl-Leitner kürzlich ins Landhaus St. Pölten zum Austausch einlud. Nach dem Treffen unterstrich Mikl-Leitner: „Es braucht Versorgungsstrukturen - spezialisierte Anlaufstellen, bessere Diagnostik, mehr Forschung und eine stärkere Vernetzung zwischen Medizin, Pflege und sozialer Unterstützung - um CE/CFS-Betroffene besser unterstützen zu können.“ Die Landeshauptfrau spricht sich zudem dafür aus, dass der Nationale Aktionsplan zu postakuten Infektionssyndromen (PAIS) gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Betroffenenvertretungen weiterentwickelt wird. Ziel müsse sein, wissenschaftliche Erkenntnisse rasch in die Praxis zu bringen.

„Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, eine Familie und oftmals ein Alltag voller Einschränkungen. Umso wichtiger ist es, dass wir als Gesellschaft hinschauen, zuhören und gemeinsam daran arbeiten, die Situation der Betroffenen Schritt für Schritt zu verbessern“, hält Mikl-Leitner abschließend fest.

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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begrüßt Bettina Wurzenberger und ihre Mutter im Landhaus St. Pölten.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begrüßt Bettina Wurzenberger und ihre Mutter im Landhaus St. Pölten.© NLK PfefferDownload (1.7Mb)

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begrüßt Bettina Wurzenberger und ihre Mutter im Landhaus St. Pölten.

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