Anlaufstelle für Kulturschaffende

Die COVID-19- bzw. SARS-Cov2-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen und gesetzlichen Maßnahmen haben den Kunst- und Kulturbetrieb vor besondere Herausforderungen gestellt. 

Regelungen ab 10. Juni 2021

Die aktuelle Fassung der COVID-19-Öffnungsverordnung gilt bis 30.06.2021.

Zusammenkünfte mit bis zu 8 haushaltsfremden Personen (plus minderjährigen Kindern) indoor bzw. bis zu 10 haushaltsfremden Personen (plus minderjährigen Kindern) outdoor sind nun ohne Einschränkungen zulässig.  

Überblick über die wichtigsten Bestimmungen im Bereich Kunst und Kultur: 

Zusammenkünfte von mehr als 8 bzw. 16 Personen (plus mj. Kinder) sind zwischen 05.00 und 24.00 Uhr erlaubt, wobei zusätzliche folgende Bedingungen gelten:

Zusammenkünfte von mehr als 16 Personen bis max. 50 Personen ohne zugewiesene Sitzplätze

  • Anzeigepflicht bei der Bezirksverwaltungsbehörde unter Angabe von Daten (Verantwortlicher, Zeit und Ort, Zweck, Anzahl der Besucher) spätestens 1 Woche vorher - zur Anzeige
  • FFP2-Maskenpflicht indoor
  • Mindestabstand von 1 m zu haushaltsfremden Personen
  • Registrierungspflicht (Erfassung der Kontaktdaten durch den Verantwortlichen)
  • Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr (3G-Regel)
  • Outdoor ist die Verabreichung von Speisen und Getränken unter Einhaltung der Bestimmungen für die Gastronomie zulässig

Zusammenkünfte mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen - outdoor mehr als 16 bis max. 3.000 Personen / indoor mehr als 16 bis max. 1.500 Personen: 

  • nicht mehr als 75% der vorhandenen Plätze des jeweiligen Veranstaltungsortes dürfen genutzt werden
  • FFP2-Maskenpflicht indoor
  • Mindestabstand von 1 m zu haushaltsfremden Personen bzw. 1 Sitzplatz seitlich frei zu haushaltsfremden Personen oder anderen Besuchergruppen
  • Registrierungspflicht (Erfassung der Kontaktdaten durch den Verantwortlichen)
  • Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr (3G-Regel)
  • Zusammenkünfte bis 50 Personen: Anzeigepflicht bei der Bezirksverwaltungsbehörde unter Angabe von Daten (Verantwortlicher, Zeit und Ort, Zweck, Anzahl der Besucher) spätestens 1 Woche vorher
  • Zusammenkünfte über 50 Personen: Ansuchen um Bewilligung bei der Bezirksverwaltungsbehörde unter Vorlage eines COVID-19-Präventionskonzeptes spätestens 4 Wochen vorher und Bestellung eines COVID-19-Beauftragten
  • zur Anzeige/Anmeldung 
  • Die Verabreichung von Speisen und Getränken unter Einhaltung der Bestimmungen für die Gastronomie zulässig

Museen, Kunsthallen, kulturelle Ausstellungshäuser, Bibliotheken, Büchereien und Archive:

(im „Normalbetrieb“, also ohne Veranstaltungen, Vernissagen etc.) 

  • FFP2-Maskenpflicht indoor
  • Mindestabstand von 1 m zu haushaltsfremden Personen
  • 10m² pro Besucher

COVID-19 Präventionskonzept
muss insbesondere folgende Inhalte umfassen:

  • spezifische Hygienemaßnahmen
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion
  • Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen
  • gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken
  • Regelungen zur Steuerung der Personenströme und Regulierung der Anzahl der Personen
  • Regelungen betreffend Entzerrungsmaßnahmen, wie Absperrungen und Bodenmarkierungen
  • Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter*innen in Bezug auf Hygienemaßnahmen und die Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigentests. 

Als COVID-19-Beauftragte dürfen nur „geeignete Personen“ bestellt werden. Voraussetzung für eine solche Eignung sind zumindest die Kenntnis des COVID-19-Präventionskonzepts sowie der örtlichen Gegebenheiten und der organisatorischen Abläufe. Sie sind Ansprechperson für die Behörden und haben die Umsetzung des COVID-19-Präventionskonzepts zu überwachen. Eine eigene Schulung ist gesetzlich nicht verbindlich vorgeschrieben. 


Ausnahmen von den Regelungen für Zusammenkünfte/Veranstaltungen finden sich in § 13 Abs. 9 der Verordnung, wobei hier meist FFP2-Maskenpflicht und die 1 m Abstandsregel gelten:

  • Zusammenkünfte im privaten Wohnbereich (ausgenommen an Orten, die nicht zur Stillung des eines unmittelbaren Wohnbedürfnisses dienen wie Garage, Gärten, Schuppen oder Scheunen)
  • Begräbnisse
  • Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz 1953, BGBl. Nr. 98/1953
  • Zusammenkünfte zu beruflichen Zwecken, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeit erforderlich sind
  • Zusammenkünfte von Organen politischer Parteien
  • Zusammenkünfte von Organen juristischer Personen
  • Zusammenkünfte gemäß des Arbeitsverfassungsgesetzes – ArbVG, BGBl. Nr. 22/1974
  • das Befahren von Theatern, Konzertsälen und -arenen, Kinos, Varietees und Kabaretts, wenn dies mit mehrspurigen Kraftfahrzeugen erfolgt
  • Zusammenkünfte in nicht öffentlichen Sportstätten gemäß § 8 zur Sportausübung in sportarttypischen Gruppengrößen. Dies gilt nicht für Zuschauer
  • Zusammenkünfte zu beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken, zur Erfüllung von erforderlichen Integrationsmaßnahmen nach dem Integrationsgesetz, BGBl. I Nr. 68/2017, zur Vorbereitung und Durchführung von Fahraus- und -weiterbildungen sowie allgemeine Fahrprüfungen und beruflichen Abschlussprüfungen (gilt auch für Schiff- und Flugschulen). Kann auf Grund der Eigenart einer Schulung, Aus- und Fortbildung der Mindestabstand von zwei Metern zwischen Personen und/oder von Personen das Tragen einer Maske nicht eingehalten werden, ist durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren.

Übersicht über die Beantragung finanzieller Unterstützungen seitens des Bundes



Empfehlungen für die Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzeptes

Empfehlungen des NÖ Landessanitätsstabes für die inhaltliche Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzeptes stellen wir zur Verfügung und bieten diesbezüglich auch Beratung durch unsere Expert*innen an.

Angemerkt wird, dass bei der Ausgestaltung dieses Konzeptes auf die Besonderheiten der jeweiligen Spielstätte/der jeweiligen Veranstaltung besonders Rücksicht genommen werden muss.

Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzeptes für Veranstaltungen im Bereich von Kunst und Kultur (Stand: 28. September 2020) (PDF, 491 KB)


Bei Veranstaltungen mit über 100 Personen ist vom Veranstalter 

  • ein/e COVID-19-Beauftragte/r zu bestellen und
  • ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen


Das COVID-19-Präventionskonzept hat Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter*innen und basierend auf einer Risikoanalyse Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos zu beinhalten. Hierzu zählen insbesondere:

  • Regelungen zur Steuerung der Besucher-/Besucherinnenströme,
  • spezifische Hygienevorgaben,
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,
  • Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,
  • Regelungen betreffend die Verabreichung von Speisen und Getränken.

Die oben angeführten Punkte sind daher im zu erstellenden Präventionskonzept zu berücksichtigen.

Gemeinsam mit der Landessanitätsdirektion Niederösterreich wurden weiters folgende Empfehlungen ausgearbeitet, die im Sinne einer größtmöglich sicheren Durchführung von Veranstaltungen umgesetzt werden sollen:

  • Die wichtigste Sicherheitsmaßnahme ist die Einhaltung der Abstandspflicht zwischen Personen von einem Meter im Publikumsbereich und allen frei zugänglichen Orten der Veranstaltung; dies gilt nicht auf der Bühne
  • Der Abstand zwischen Bühne und Publikum sollte mindestens 2 Meter betragen
  • Karten sollten soweit möglich im Vorverkauf erworben werden. Dieser Kartenvorverkauf soll möglichst online und mit Personalisierung erfolgen, damit im Fall eines auftretenden Infektionsfalles rasch Contact Tracing erfolgen kann
  • Sollte eine Abendkassa nötig sein, sind die entsprechenden allgemeinen Sicherheitsbestimmungen im Kundenkontakt einzuhalten (Plexiglasscheibe, kontaktloses Bezahlen…)
  • Eine freiwillige Registrierung des/der Kartenkäufer/in (wenn keine personalisierten Eintrittskarten vergeben wurden) wird empfohlen (z.B. Auslegen eines Kontaktformulars auf den Sitzplätzen, Registrierungsformular vorab online zur Verfügung stellen)
  • Kein Verleih von Decken :-(
  • Verkauf von Decken, Programmheften, CDs, Merchandising-Artikeln unter den geltenden allgemeinen Sicherheitsbestimmungen im Kundenkontakt

Toiletten:

  • Abstand ein Meter im Wartebereich, optische Kennzeichnung der Wartezone
  • Händedesinfektionsspender
  • eventuell Reinigungsintervalle erhöhen

Pausen sollten möglichst vermieden werden, da hier die Gefahr von Menschenansammlungen gegeben ist.

Gastronomie: hier gelten die Bestimmungen für die Gastronomie 

Besucher*innen sind verpflichtend darauf hinzuweisen, dass im Falle von Symptomen einer Atemwegserkrankung an einer Veranstaltung nicht teilgenommen werden darf, z.B. durch

  • entsprechende Hinweise auf der Website
  • Aufdruck auf Eintrittskarte
  • Hinweisplakate vor Ort
  • Piktogramme

Besucher*innen sind über entsprechende Sicherheits-und Hygienemaßnahmen zu informieren, z.B.

  • Die Verhaltensregeln zur Eindämmung von Covid-19 sollen im Zugangs-und Eintrittsbereich deutlich sichtbar angebracht werden
  • Das Tragen der Schutzmasken bis zum Sitzplatz
  • Die Verwendung von Desinfektionsmitteln
  • Die Einhaltung der Abstandsregel von 1 Meter

Empfehlungen für einen gesicherten Ablauf der Veranstaltung (Ziel: Vermeidung von größeren Menschenansammlungen):

  • Eintreffen der Besucher*innen:
    •  zeitlich gestaffelte Ankunftszeiten
  •  gekennzeichnete Trennung von Wartebereichen
  • Zeitliche Steuerung der Besucherströme bis zum Sitzplatz
  • gekennzeichnetes Einbahnsystem
  • Sitzplatzaufteilung
    • Abstand 1 Meter zum nächsten besetzten Sitzplatz in einer Reihe
    • eventuell Vergabe der Sitzplätze nach Schachbrettmuster
    • Sitzplätze können nebeneinander eingenommen werden, wenn es sich um Personen handelt, die im gemeinsamen Haushalt leben oder derselben Besuchergruppe angehören.
    • Kennzeichnung der nicht zu besetzenden Plätze
  • Geordnetes Verlassen des Sitzplatzes zum Ende der Veranstaltung:
    • entsprechende Durchsagen vor und nach der Veranstaltung
    • blockweiser Abgang
    • Einbahnregeln

  • Erarbeitung eines Sicherheitskonzeptes und dessen Einhaltung zum Schutz der Arbeitnehmer*innen im Sinne des Arbeitnehmer*innenschutzgesetzes
  • Schulungen
  • Arbeiten in 2 Teams, die untereinander keinen Kontakt haben; Trennung der Teams 10 Tage vor der Veranstaltung, damit ist gewährleistet, dass im Falle einer Infektion in einem Team ein Ersatzteam bereitsteht

  • Die für Künstler*innen vorgesehenen Maßnahmen sollten entweder bereits im Vertrag oder einer Zusatzvereinbarung abgesichert werden
  • Vor Beginn der Probentätigkeit (bzw. der Veranstaltung, wenn keine Probe vorgesehen ist) sollten Künstler*innen selbst einen privaten Test durchführen lassen und das Ergebnis, welches nicht älter als 4 Tage alt sein darf, dem Veranstalter vorlegen (http://www.labors.at/)
  • Künstler*innen sollten täglich getestet werden, wenn eine Veranstaltung in Serie über einen längeren Zeitraum stattfindet, da der Covid-19 Test lediglich eine Momentaufnahme darstellt; Kosten der Tests zwischen 80 und 150 Euro
  • Die Künstler*innen sollten auch nach Vorliegen eines negativen Tests für die Dauer der Veranstaltungen Kontakte vermeiden, sich eventuell sogar in eine freiwillige Hausquarantäne begeben, um ein Infektionsrisiko zu vermeiden
  • Sie sollten keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen
  • Der Abstand auf der Bühne muss nicht eingehalten werden
  • Es besteht eine FFP2 - Maskenempfehlung für Personen, die mit Künstler*innen in engen Kontakt kommen (Maskenbildner*innen, Garderobiere, Inspizienz)
  • Für sonstiges Personal wird eine MNS - Maske empfohlen.
  • Eine Durchmischung von künstlerischem und sonstigem Personal vor und nach der Veranstaltung sollte unbedingt vermieden werden

Verdachtsfall Mitarbeiter*in – Krankheitssymptome am Arbeitsplatz:

  • die betroffene Person wird unverzüglich nach Hause geschickt
  • der Veranstalter hat den Fall unverzüglich an die Bezirksverwaltungsbehörde zu melden
  • diese erhebt die Kontaktpersonen
  • bis zum Vorliegen des Testergebnisses müssen alle Betroffenen zu Hause bleiben
  • im Fall eines positiven Ergebnisses gilt eine zweiwöchige Heimquarantäne für die betroffene Person und alle ihre Kontaktpersonen

Verdachtsfall Besucher*in:

  • Contact Tracing durch die Bezirksverwaltungsbehörde startet
  • daher ist die (freiwillige) Registrierung der Besucher sehr wichtig (s.o.)

Verdachtsfall Künstler*in - Krankheitssymptome am Arbeitsplatz:

  • in diesem Fall kann die Veranstaltung nicht stattfinden
  • die betroffene Person wird unverzüglich nach Hause geschickt
  • der Veranstalter hat den Fall unverzüglich an die Bezirksverwaltungsbehörde zu melden
  • diese erhebt die Kontaktpersonen
  • bis zum Vorliegen des Testergebnisses müssen alle Betroffenen zu Hause bleiben
  •  im Fall eines positiven Ergebnisses gilt eine zweiwöchige Heimquarantäne für die betroffene Person und alle ihre Kontaktpersonen



Rechtsberatung der Abteilung Kunst und Kultur

Das Land Niederösterreich bietet Kunst- und Kulturschaffenden eine kostenlose Rechtsberatung an.

Diesbezügliche Anfragen senden Sie bitte schriftlich an corona.k1@noel.gv.at.

Anfragen zu Förderungen können nach wie vor auch direkt mit den Expertinnen und Experten der Abteilung Kunst und Kultur besprochen werden.

Darüber hinaus steht allen niederösterreichischen Kunst- und Kulturschaffenden auch die telefonische Beratung der Kulturvernetzung Niederösterreich zur Verfügung – Informationen dazu finden Sie unter http://www.kulturvernetzung.at/.

Weiters verweisen wir auf das Informationsservice der Ministerien:


Machen wir das Beste aus dieser herausfordernden Zeit. Wir als Land Niederösterreich werden unseren Teil leisten, um Künstlerinnen und Künstler sowie Kunst und Kultur allgemein bestmöglich zu unterstützen.

weiterführende Links

Ihre Kontaktstelle des Landes

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Kunst und Kultur
Landhausplatz 1, Haus 1 3109 St. Pölten E-Mail: post.k1@noel.gv.at
Tel: 02742/9005 - 17010
Fax: 02742/9005 - 13029
Letzte Änderung dieser Seite: 10.6.2021
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