FAQs - häufig gestellte Fragen und Antworten

Zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, wie die behördliche Testung und Absonderung von erkrankten Personen bzw. von ansteckungsverdächtigen Personen oder auch allgemeine bundesweite Schutzmaßnahmen. Durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowie durch geänderte Umstände ändern sich die Maßnahmen auch immer wieder.

Bei den vielen verbreiteten Informationen verliert man leicht den Überblick und ist verunsichert, was nun gilt. Um hier mehr Klarheit zu geben, finden Sie nachfolgend Antworten auf häufig gestellte Fragen.


Allgemeines zu Corona und zu Maßnahmen

Die aktuellen bundesweit geltenden Maßnahmen werden durch die Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, mit der besondere Schutzmaßnahmen zur Verhinderung einer Notsituation auf Grund von COVID-19 getroffen werden (COVID-19-Notmaßnahmenverordnung) bestimmt.

Sie finden diese Verordnung sowie weitere Verordnungen, wie die COVID-19-Einreiseverordnung oder die COVID-19-Risikogruppe-Verordnung auf der Webseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Bestimmungen der COVID-19-Notschutzmaßnahmenverordnung sowie eine übersichtliche Darstellung der geltenden Bestimmungen finden Sie auch auf der Webseite der Corona-Ampel.

Auf dem Dashboard der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, kurz AGES, finden Sie aktuelle Zahlen zu den durchgeführten Testungen, positiven Fällen, genesenen Fällen, verstorbenen Fällen, aktiven Fällen sowie Zahlen zu Hospitalisierungen. Auch Zahlen der jeweiligen Bundesländer können durch Klick auf die Abbildung des Bundeslands eingesehen werden.

Die Daten, die dem AGES Dashboard zugrunde liegen, entstammen dem Epidemiologischen Meldesystem (EMS). Das Epidemiologische Meldesystem (EMS) ist die gemeinsame Datenbank aller österreichischen Bezirksverwaltungsbehörden (BVB), aller Landessanitätsdirektionen, des Gesundheitsministeriums sowie der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Wissenschaftlich fundierte Informationen finden Sie auf der Webseite der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES).

Die Aufklärung von Mythen rund um das Coronavirus hat sich die Donau Universität Krems zur Aufgabe gemacht. Deren Ergebnisse werden unter https://www.medizin-transparent.at/coronavirus-fakten/ veröffentlicht.

Tipps und Verlinkungen, an welchen Stellen weitere wissenschaftlich gesicherte Fakten zu COVID-19 und zum Coronavirus gefunden werden können, werden von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zur Verfügung gestellt.



Tests

Mittlerweile gibt es verschiedene Möglichkeiten zu testen, ob sich jemand aktuell mit SARS-CoV-2 infiziert hat:

  • PCR-Tests (Polymerase-Kettenreaktion) als Abstrich-Test oder Gurgel-Test
  • Antigen-Tests

Die Tests stellen jeweils nur eine Momentaufnahme dar und sind unterschiedlich verlässlich. Behördlich verwertbare Ergebnisse werden nur bei einem PCR-Test erzielt. Sofern ein Antigen-Test durchgeführt wurde (der ein schnelleres aber weniger verlässliches Ergebnis liefert) und dessen Ergebnis positiv ist, ist zusätzlich ein PCR-Test durchzuführen um ein gesichertes Ergebnis zu erhalten.

Ausführliche Informationen zu Tests

Wenn Sie Symptome, wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit oder einen plötzlichen Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes verspüren, für die es keine andere plausible Ursache gibt, kontaktieren Sie bitte die Gesundheitshotline 1450. Die Gesundheitshotline klärt mit Ihnen die weitere Vorgangsweise.

Wenn Sie keine Symptome verspüren, sondern sich aus privatem Interesse oder aufgrund der Einreise aus einem Staat mit erhöhtem Infektionsrisiko testen lassen möchten, können Sie sich an ein privates Testlabor wenden. Diese Tests sind selbst zu bezahlen.

Liste der Labors, die Tests durchführen 

Bei den im Rahmen der COVID-19-Testungen anfallenden Tätigkeiten (Gewinnung von Probenmaterial, Durchführung von Antigen-Tests, Laboruntersuchungen, Erstellung des Befunds und die Auswertung des Befundergebnisses) handelt es sich um medizinische Tätigkeiten. Für die Durchführung dieser Tätigkeiten ist daher eine berufsrechtliche Ermächtigung Voraussetzung.

Die Gewinnung von Probenmaterial für die COVID-19-Testungen (Abstrichnahme, Blutentnahme) einschließlich der Durchführung von COVID-19-Antigen-Tests darf von folgenden Personen bzw. Berufsgruppen durchgeführt werden: 

  • Ärzte/-innen (gemäß Ärztegesetz 1998),
  • Biomedizinischen Analytikern/-innen (gemäß MTD-Gesetz),
  • Personen, die ein naturwissenschaftliches oder veterinärmedizinisches Studium erfolgreich abgeschlossen haben (gemäß Ärztegesetz 1998 bzw. MTD-Gesetz),
  • Gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege nach ärztlicher Anordnung (gemäß GuKG),
  • Pflegefachassistenz nach ärztlicher Anordnung (gemäß GuKG),
  • Pflegeassistenz nach ärztlicher Anordnung und unter Aufsicht eines Arztes / einer Ärztin oder eines/einer diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger/in (gemäß GuKG),
  • Sanitäter/innen (gemäß SanG),
  • Laborassistenz nach ärztlicher Anordnung und unter Aufsicht eines Arztes / einer Ärztin oder eines Biomedizinischen Analytikers / einer Biomedizinischen Analytikerin (gemäß MABG),
  • Ordinationsassistenz nach ärztlicher Anordnung und unter Aufsicht eines Arztes / einer Ärztin oder eines/einer diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger/in (gemäß MABG).“ 

Bei den NÖ Drive-in-Teststationen erfolgen die über die Gesundheitshotline 1450 oder über die Gesundheitsbehörden zugewiesenen Testungen. Für die Testung ist eine Anmeldung erforderlich, die automatisch durch 1450 oder Gesundheitsbehörde erfolgt. Private Tests können hier nicht durchgeführt werden.

Kontaktieren Sie den Notruf Niederösterreich unter der Nummer 01/206 921 5908 und bitten Sie um eine Testung durch ein mobiles Testteam.

Mobile Tests werden durch die Rettungsorganisationen durchgeführt. Die Rettungskräfte sind bemüht alle mobilen Testungen so rasch als möglich durchzuführen. Die Wartezeit ist jedoch von den Kapazitäten der Rettung abhängig und kann dadurch stark variieren.

Sofern Sie bereits mit der Gesundheitshotline 1450 Kontakt hatten, sollte dabei mit Ihnen besprochen worden sein, ob Sie mobil und gesundheitlich ausreichend fit sind, und daher zu einer Drive-in-Teststation fahren können, oder nicht. Sofern Sie unsicher sind, was nun vereinbart wurde, können Sie die Gesundheitshotline 1450 neuerlich kontaktieren. Bitte weisen Sie dabei darauf hin, dass bereits eine Testung veranlasst wurde, Sie aber unsicher sind, wie bzw. wo die Testung stattfinden soll.

Wenn Sie bereits einen schriftlichen Bescheid erhalten haben, sind Sie prinzipiell für einen Test bei einer frei wählbaren NÖ Drive-in-Teststation angemeldet. Sollten Sie nicht zu einer Teststation kommen können, können Sie sich unter der Nummer 01/206 921 5908 für eine Testung durch ein mobiles Team ummelden.

Dies ist vom aktuellen Arbeitsanfall und den Kapazitäten der einzelnen Labore abhängig. Wir ersuchen Sie um Geduld, die Labore sind mit hohem Personal- und Ressourceneinsatz tätig und bemüht, Ihnen so ein möglichst zeitnahes Testergebnis liefern zu können.

In der Regel erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden ab Probenahme Ihr Testergebnis.

Sollten Sie nach 72 Stunden noch immer kein Testergebnis haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Gesundheitsbehörde.

In der Regel erfolgt eine Verständigung per SMS oder E-Mail (bitte auch Spamverdacht kontrollieren), aber auch eine telefonische Verständigung ist möglich. Sofern keine ausreichenden Kontaktdaten vorliegen, kann auch eine Verständigung im Wege der Polizei erfolgen.

Sie können sich auch selbst über https://www.144.at/covid-ergebnis/ informieren, ob schon ein Testergebnis vorliegt. Sie benötigen dafür den QR-Code, den Sie bei der Testung erhalten haben.

Zeitliche Differenzen bei der Verständigung können dadurch entstehen, dass die entnommenen und anonymisierten Proben in unterschiedlichen Chargen vom Labor ausgewertet werden.

Die Verständigung erfolgt entsprechend der bei der jeweiligen Person angegebenen Kontaktdaten. Durch Angabe unterschiedlicher Kontaktdaten kann es zu unterschiedlichen Verständigungsweisen kommen.

Wenn bei behördlich veranlassten Tests die Probe nicht ausgewertet werden konnte, wird durch 1450 bzw. die Gesundheitsbehörde automatisch ein neuerlicher Test veranlasst und Sie werden darüber verständigt.

Bei den Drive-in Teststationen sind sowohl Nasen- als auch Rachenabstriche möglich.

Für Kinder bis zehn Jahren, die als Hoch-Risiko-Kontaktperson gelten, gilt allgemein keine Verpflichtung für eine Testung, sie können allerdings freiwillig getestet werden. Bei Unsicherheiten ob, bzw. auf welche Weise ein Test bei Kindern durchgeführt werden soll, wird empfohlen mit dem Hausarzt Rücksprache zu halten. Bei Kindern bis 6 Jahren sollte jedenfalls mit dem Hausarzt Rücksprache gehalten werden.

Bei einer behördlich angeordneten Testung besteht prinzipiell eine Verpflichtung, sich testen zu lassen. Eine Verweigerung der Testung stellt einerseits eine Verwaltungsübertretung dar und hat auch zur Folge, dass weitere behördliche Maßnahmen getroffen werden, wie bei einem positiven Testergebnis.

Wenn die Testung behördlich angeordnet wurde, wird die Gesundheitsbehörde automatisch vom Labor über Ihr Testergebnis informiert. Die anonymisierten Testergebnisse müssen von der Gesundheitsbehörde allerdings zunächst zugeordnet werden, weshalb es sein kann, dass Sie schneller über das Ergebnis Bescheid wissen als die Behörde.

Sollte innerhalb eines Tages, nachdem Sie ein positives Testergebnis erhalten haben, noch keine Kontaktaufnahme durch die Behörde erfolgt sein, so übermitteln Sie Ihr Testergebnis bitte mittels E-Mail an Ihre Gesundheitsbehörde.

Wenn Sie im Zuge eines Screenings oder im Rahmen einer privaten Testung positiv getestet wurden, sollte das Labor das positive Testergebnis bereits direkt im Epidemiologischen Melderegister (EMS) eintragen, wodurch auch die zuständige Gesundheitsbehörde verständigt wird. Wenn Sie möchten, können Sie das Testergebnis zusätzlich auch per E-Mail an die Gesundheitsbehörde übermitteln, damit diese die weiteren erforderlichen Schritte setzen kann.

Auch wenn Sie sich aufgrund der geltenden Einreisebestimmungen testen ließen, übermitteln Sie Ihr Testergebnis (positiv oder negativ) bitte an Ihre Gesundheitsbehörde.

Zuständig ist die Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat), die für den Ort, an dem Sie Ihren Wohnsitz haben, bzw. für den Ort, an dem Sie sich gerade aufhalten, örtlich zuständig ist.



Absonderung

Eine Absonderung erfolgt in folgenden Fällen:

  • Aufgrund des Vorliegens spezifischer Symptome gelten Sie als „Verdachtsfall“ und es besteht die Vermutung, dass Sie sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben.
  • Aufgrund einer Infektion und eines positiven PCR-Tests gelten Sie als „Erkrankte/Erkrankter“.
  • Aufgrund eines intensiveren Kontakts mit einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person gelten Sie als „Hoch-Risiko-Kontaktperson (auch Kontaktperson 1 bzw. K1 genannt)“. Ein Spezialfall der Hoch-Risiko-Kontaktpersonen sind „Haushaltsangehörige“.

Durch Ihre Absonderung soll die Verbreitung von SARS-CoV-2 eingedämmt werden.

Das hängt immer vom konkreten Einzelfall ab.

Verdachtsfall:

Die Absonderung eines Verdachtsfalls endet in der Regel bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses.

Erkrankte/Erkrankter:

Die Absonderung nach einem positiven Test endet, wenn folgende zwei Voraussetzungen erfüllt sind:

  • frühestens 10 Tage nach Probeentnahmedatum
  • mindestens die letzten 48 Stunden symptom- und fieberfrei

Für einen Aufhebungsbescheid ist eine Gesundmeldung und die Übermittlung des wahrheitsgemäß ausgefüllten Formulars „Gesundheitstagesbuch“ an die Gesundheitsbehörde erforderlich.

Hoch-Risiko-Kontaktperson:

Da die Inkubationszeit zu berücksichtigen ist, erfolgt eine Absonderung für 10 Tage ab dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person.

Da Haushaltsangehörige den Kontakt mit einer infizierten Person im Haushalt kaum vollständig vermeiden können, gilt bei Haushaltsangehörigen, dass die Absonderung für 14 Tage ab der Erkrankung des positiven Haushaltsangehörigen andauert.

Über die Dauer der Absonderung entscheidet die Gesundheitsbehörde im Einzelfall mittels Bescheid.

Diese Informationen finden Sie in Ihrem Absonderungsbescheid.

Mit dem Absonderungsbescheid erhalten Sie ein Informationsblatt mit näheren Informationen.

Haushaltsangehörige, die keinen Absonderungsbescheid erhalten haben, müssen nicht in Quarantäne bleiben. Natürlich empfiehlt es sich allgemein auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen noch besser zu achten. Bei Unsicherheiten, ob Haushaltsangehörige in diesem Fall zur Arbeit oder in die Schule gehen sollen, wird empfohlen mit dem Arbeitgeber bzw. dem Lehrer Kontakt aufzunehmen und die weitere Vorgangsweise zu besprechen.

Es gibt grundsätzlich keine „Freitestung“. Als „Verdachtsfall“ endet die Absonderung mit der Verständigung über ein negatives Testergebnis. Als „Hoch-Risiko-Kontaktperson (K1)“ ist ein Freitesten nicht möglich, da die Testung eine Momentaufnahme darstellt und es im Laufe der Inkubationszeit möglich ist, dass eine Infektion erst zu einem späteren Zeitpunkt wahrnehmbar wird. Die Inkubationszeit ist daher jedenfalls abzuwarten.

In der Regel erfolgt die Absonderung an Ihrem Wohnsitz bzw. aktuellem Aufenthaltsort. Eine Änderung des Absonderungsortes ist in Ausnahmefällen möglich, wenn sichergestellt ist, dass durch den Ortswechsel kein zusätzliches Risiko besteht, weitere Personen anzustecken.

Bitte wenden Sie sich bei einem Abänderungswunsch per E-Mail an Ihre Gesundheitsbehörde.

Enthält der Absonderungsbescheid einen Flüchtigkeitsfehler (z.B. Fehler bei Datum, Adresse oder bei der Berechnung des Absonderungszeitraums) wenden Sie sich bitte mittels E-Mail an Ihre Gesundheitsbehörde. Bitte führen Sie in der E-Mail das Kennzeichen des Bescheides sowie eine Telefonnummer für Rückfragen an, damit Ihr Anliegen schneller bearbeitet werden kann.

Sie haben die Möglichkeit gegen den Bescheid, den Sie erhalten haben, Vorstellung zu erheben.

Um eine Vorstellung zu erheben, wenden Sie sich bitte schriftlich an Ihre zuständige Gesundheitsbehörde. Damit Ihre Vorstellung Rechtsgültigkeit hat, sollte aus Ihrem Schreiben klar hervorgehen, dass Sie Vorstellung erheben möchten, und das Kennzeichen des Bescheides, gegen den Sie diese erheben, ist anzuführen (z.B.: "Ich, „xxx“, erhebe gegen den Bescheid mit dem Kennzeichen „xxx“ Vorstellung."). Bitte begründen Sie auch, weshalb Sie gegen den genannten Bescheid Vorstellung erheben möchten.

Gemäß § 7 Abs. 1 a Epidemiegesetz besteht auch die Möglichkeit beim Bezirksgericht die Überprüfung der Zulässigkeit und Aufhebung der Maßnahme zu beantragen.

Da Haushaltsangehörige eines Erkrankten den Kontakt zu diesem Erkrankten kaum vollständig verhindern können, gilt für Haushaltsangehörige eine längere Absonderung. Die Quarantäne bleibt in diesem Fall 14 Tage ab nachweisbarer Erkrankung (= Tag 0) des ersten Haushaltsangehörigen aufrecht. Zusätzlich ist am Tag 10 eine weitere Testung durchzuführen. Ist dieses Testergebnis negativ, endet die Absonderung automatisch an dem im Bescheid angegebenen Datum. Ist das Testergebnis allerdings zwischenzeitlich positiv, ist natürlich eine weitere Absonderung als Erkrankter erforderlich.

Vom Arbeitgeber (bzw. bei Selbständigen man selber) kann ein Schlüsselkraftantrag gestellt werden, wenn man als „Hoch-Risiko-Kontaktperson“ abgesondert wurde.

Voraussetzung für eine Schlüsselkraft ist, dass diese nicht durch adäquates Alternativpersonal ersetzt werden kann und deshalb absolut unentbehrlich für die Aufrechterhaltung des notwendigen Dienstbetriebes ist, da sonst ein unabwendbarer Schaden entstehen kann.

Ein entsprechender Antrag ist zu begründen und an die Gesundheitsbehörde, die den Absonderungsbescheid erlassen hat, zu übermitteln, die dann im Einzelfall entscheiden kann, ob bestimmte Ausnahmen von der Absonderung unter der Einhaltung spezieller Vorsichtsmaßnahmen möglich sind.

Wenn Sie und Ihre Haushaltsangehörigen die einzigen Nutzer der Liegenschaft sind: Ja.

Nein. Eine Absonderung bedeutet, dass der eigene Haushalt bis zum Absonderungsende nicht verlassen werden darf. Generelle Ausnahmen gibt es nicht. Bitte ersuchen Sie Familienmitglieder oder Bekannte Sie zu unterstützen.

Sollte es im konkreten Einzelfall wirklich kein andere Betreuungsmöglichkeit geben und ist dadurch eine Gefährdung des Tiers zu besorgen, wenden Sie sich bitte mit einem E-Mail an Ihre Gesundheitsbehörde.

Bitten Sie zunächst Freunde bzw. Bekannte um Hilfe. Sie können sich auch an Ihre Gemeinde oder an das Team Österreich wenden und diese um Unterstützung bitten.

Wenn Sie mindestens 48 Stunden symptom- und fieberfrei sind, melden Sie sich bitte beim Notruf Niederösterreich unter der Nummer 01/206 053 40 55 telefonisch gesund und übermitteln Sie Ihr ausgefülltes Gesundheits-Tagebuch (Formular „Tagebuch – Heimquarantäne COVID-19“) per E-Mail an Ihre Gesundheitsbehörde. Sie können den Inhalt des Tagebuchs gerne auch als Foto oder als formloses E-Mail übermitteln.

Die Gesundheitsbehörde prüft dann die Voraussetzungen und übermittelt Ihnen einen weiteren Bescheid, aus dem hervorgeht, wann Ihre Absonderung endet.

Das Formular soll Ihnen helfen, Ihren Gesundheitszustand genauer zu beobachten, um leichter feststellen zu können, ob eine Erkrankung eintritt bzw. wann die Erkrankung überstanden ist. Eine Rückübermittlung des Formulars an die Gesundheitsbehörde ist nur erforderlich, wenn Sie an COVID-19 erkrankt sind. Anhand der Daten wird dann das Ende der Absonderung bestimmt.

Ein Absonderungsbescheid kann auch mündlich erteilt werden, es folgt aber anschließend jedenfalls ein schriftlicher Bescheid. Auch die Epidemieärzte der Gesundheitshotline sind befugt mündlich Maßnahmen anzuordnen.



Kontaktpersonen und Contact Tracing

„Contact Tracing“ bedeutet die Rückverfolgung der Kontakte einer positiv getesteten Person, die sich möglichweise mit SARS-CoV-2 angesteckt haben können. Diese Personen mit Ansteckungsrisiko sollen möglichst rasch über die Ansteckungsmöglichkeit informiert werden und es soll vermieden werden, dass es zu einer weiteren Verbreitung des Virus kommt.

Prinzipiell gilt jede und jeder als Kontaktperson, der in einem Zeitraum, in welchem Ansteckungsfähigkeit bestand, Kontakt (egal welcher Art) zu einer Person hatte, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Ansteckungsfähigkeit (Kontagiösität) besteht 48 Stunden vor Erkrankungsbeginn (d.h. Auftreten der Symptome) bis 10 Tage nach Erkrankungsbeginn bzw. bei asymptomatischen Fällen 48 Stunden vor bis 10 Tage nach Probenentnahme, welche zu positivem Testergebnis geführt hat. Bei schwerer oder andauernder Symptomatik kann die infektiöse Periode gegebenenfalls auch länger dauern.

Beispiel: Person A trifft Person B am Dienstag. Am Donnerstag treten bei Person A typische Symptome auf, weshalb Person A die Gesundheitshotline 1450 anruft und getestet wird. Am Freitag erfährt Person A, dass das Testergebnis positiv ist. Da eine Ansteckungsfähigkeit schon 48 Stunden vor Auftreten der Symptome besteht, gilt  Person B als Kontaktperson.

Nein, es muss nicht jede Kontaktperson in Quarantäne.

Positiv getestete Personen müssen der Gesundheitsbehörde bekanntgeben, mit welchen Personen sie im ansteckungsfähigen Zeitraum Kontakt hatten und dabei auch ankreuzen, ob der Kontakt länger/kürzer, enger/entfernter, drinnen/draußen war bzw. ob Schutzmaßnahmen eingehalten wurden (siehe auch Kontaktpersonenermittlungsformular).

Die Gesundheitsbehörde stellt dann anhand der Daten fest, ob bei den angegebenen Personen einen hohes Ansteckungsrisiko („Kontaktperson 1“ bzw. „K1“) oder ein niedriges Ansteckungsrisiko („Kontaktperson 2“ bzw. „K2“) besteht. Personen bei denen ein hohes Ansteckungsrisiko besteht, werden dann von der Gesundheitsbehörde kontaktiert und abgesondert. 

Laut Gesundheitsministerium sind K1-Kontaktpersonen jene, die

  • länger als 15 Minuten (das heißt auch mehrmals hintereinander für mehrere Minuten) direkten Kontakt in einer Entfernung von unter zwei Metern mit einer infizierten Person hatten;
  • sich im selben Raum wie eine infizierte Person aufhielten (wieder länger als 15 Minuten und näher als zwei Meter);
  • ungeschützten direkten Kontakt mit einer infizierten Person hatten (Hände schütteln, Umarmungen etc.);
  • ungeschützten, direkten Kontakt mit infektiösen Sekreten eines bestätigten Falls hatten (Anhusten, Anspucken);
  • mit hoher Wahrscheinlichkeit einer relevanten Konzentration von Aerosolen ausgesetzt waren – unabhängig von der Entfernung (Feiern, Sport in Innenräumen, gemeinsames Singen);
  • im Flugzeug, Zug oder Reisebus direkt neben einer infizierten Person gesessen sind;
  • im gleichen Haushalt mit einer infizierten Person leben;
  • Gesundheitspersonal, das ohne Schutzausrüstung positiv Getestete betreut;

Im Einzelfall entscheidet die Gesundheitsbehörde, ob von einem hohen Ansteckungsrisiko auszugehen ist oder nicht (z.B. wenn Sicherheitsmaßnahmen ergriffen (Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, Trennwände etc.) wurden).

Fachinformationen des Gesundheitsministeriums (Kontaktpersonennachverfolgung)

Personen, bei denen ein hohes Ansteckungsrisiko vorliegt, werden ab der behördlichen Feststellung des Vorliegens eines hohen Ansteckungsrisikos bis zum Tag 10 nach dem letzten Kontakt mit der erkrankten Person abgesondert. Der Tag, an dem man zuletzt Kontakt mit einer infizierten Person hatte, gilt bei der Berechnung als Tag 0 (Null). 

Beispiel: Person A hat Person B am 10.11.2020 zuhause besucht (= Tag Null). Am 12.11.2020 wird Person B aufgrund von typischen Symptomen getestet und als Verdachtsfall abgesondert. Am 14.11.2020 erfährt Person B, dass das Testergebnis positiv ist und übermittelt am Abend des 14.11.2020 das ausgefüllte Kontaktpersonenformular an die Gesundheitsbehörde. Die Gesundheitsbehörde stellt aufgrund des Formulars am 15.11.2020 bei Person A ein hohes Ansteckungsrisiko fest und sondert ihn von 15.11.2020 bis einschließlich 20.11.2020 (= Tag Zehn) ab. 

Diese Zeit der behördlichen Absonderung bis zum Tag 10 ist einzuhalten. Auch wenn zwischendurch eine negative Testung erfolgt, verkürzt es die Quarantäne nicht. Die Testung stellt eine Momentaufnahme dar. Innerhalb der Inkubationszeit ist es möglich, dass eine Infektion erst zu einem späteren Zeitpunkt wahrnehmbar wird. Die Inkubationszeit ist daher jedenfalls abzuwarten.

Laut Gesundheitsministerium sind K2-Kontaktpersonen jene, die

  • innerhalb der vergangenen drei Monate selbst positiv auf das Coronavirus getestet wurden;
  • kürzer als 15 Minuten direkten Kontakt in einer Entfernung von unter zwei Metern mit einer infizierten Person hatten;
  • länger als 15 Minuten direkten Kontakt in einer Entfernung von über zwei Metern mit einer infizierten Person hatten;
  • im gleichen Flugzeug, Zug oder Bus wie eine infizierte Person gesessen sind;

Fachinformationen des Gesundheitsministeriums (Kontaktpersonennachverfolgung)

Bewahren Sie Ruhe. Je nachdem wie lange und intensiv der Kontakt zu dieser positiv getesteten Person war, sowie abhängig von der Einhaltung der Hygieneregeln (Abstand, Maske, etc.), ist das Ansteckungsrisiko höher oder niedriger. Ihre Gesundheitsbehörde ist bemüht, im Zuge des Contact Tracings alle betroffenen Kontaktpersonen zu ermitteln und diese im Falle von weiteren erforderlichen Maßnahmen rasch zu verständigen. Sie können mit der erkrankten Person Kontakt aufnehmen und diese gegebenenfalls erinnern, Sie in ihre Kontaktliste aufzunehmen.

Solange Sie seitens der Gesundheitsbehörde nicht kontaktiert werden, sind Sie nicht abgesondert. Nahegelegt wird dennoch Kontakte vorrübergehend möglichst zu vermeiden, erhöhte Schutzmaßnahmen zu ergreifen und den eigenen Gesundheitszustand genau zu beobachten. Nehmen Sie auch ggf. mit Ihrem Arbeitgeber Kontakt auf und klären Sie mit diesem die weitere Vorgangsweise (z.B. Home Office). Sollten Sie Symptome entwickeln oder sich krank fühlen nehmen Sie bitte umgehend mit der Gesundheitshotline 1450 Kontakt auf.“

Positiv getestete Personen werden aufgefordert, so rasch als möglich eine Liste aller Personen, mit denen sie 48 Stunden vor Beginn der Symptome bzw. vor der Testung Kontakt hatten, unter Angabe näherer Informationen zum Kontakt zu melden (Siehe Formular zur Kontaktpersonenermittlung).

Die Behörde prüft in der Folge bei jedem Kontakt, ob aufgrund der Umstände ein höheres oder niedrigeres Ansteckungsrisiko anzunehmen ist. Sofern ein hohes Ansteckungsrisiko festgestellt wird, erhält die betreffende Kontaktperson einen Absonderungsbescheid mit weiteren Informationen.

In diesem Fall sind keine weiteren Maßnahmen seitens der Gesundheitsbehörde indiziert. Es empfiehlt sich natürlich allgemein auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu achten. Sollten Sie jedoch Symptome entwickeln, nehmen Sie bitte mit der Gesundheitshotline 1450 Kontakt auf.

Ihre Gesundheitsbehörde ist bemüht im Zuge des Contact Tracings alle betroffenen Kontaktpersonen zu ermitteln und im Falle von weiteren erforderlichen Maßnahmen zu verständigen.

Sie werden um Geduld ersucht, sollten in Ihrem Fall weitere Maßnahmen erforderlich sein, so wird sich die Gesundheitsbehörde so rasch als möglich mit Ihnen in Verbindung setzen



Ihre Kontaktstelle des Landes

Zuständig ist Ihre örtliche Bezirksverwaltungsbehörde als Gesundheitsbehörde. Klicken Sie hier, um zu einer Liste aller Gesundheitsbehörden zu gelangen.  NÖ Corona-Hotline: 02742 / 9005 -14300 
E-Mail: noe-coronainfo@noel.gv.at
Letzte Änderung dieser Seite: 24.11.2020
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