COVID-19 - Verdachtsfälle und erkrankte Personen


Nach dem Epidemiegesetz 1950 sind zur Eindämmung der Corona-Pandemie an COVID-19 erkrankte Personen sowie Personen, bei denen der Verdacht einer COVID-19-Erkrankung besteht, abzusondern.

Verdachtsfall

Ein COVID-19-Verdachtsfall besteht insbesondere, wenn mindestens eines der folgenden Symptome vorliegt, für die es keine andere plausible Ursache gibt: 

  • Husten
  • Schnupfen
  • Fieber
  • Kurzatmigkeit
  • plötzliches Auftreten einer Störung bzw. Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns 

Neben den angeführten Symptomen können auch weniger spezifische Symptome wie Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie oder Somnolenz auf eine COVID-19-Erkrankung hindeuten.

Darüber hinaus gelten auch Personen mit einem positiven SARS-CoV-2-Antigen-Test als COVID-19-Verdachtsfälle.

Verdachtsfälle haben die Gesundheitshotline 1450 zu kontaktieren oder sich über das Online Verdachtsfall-Meldeformular unter www.144.at/covidverdacht/ zu melden. Die Gesundheitshotline führt eine Erstprüfung durch, nimmt die notwendigen Daten auf und veranlasst eine PCR-Testung in einer behördlichen NÖ PCR-Teststraße (oder notfalls eine Testung durch ein mobiles Testteam).

Bis zum Vorliegen des Ergebnisses der behördlichen Testung hat sich die krankheitsverdächtige Person in Quarantäne zu begeben. Bei einem negativen Testergebnis endet die Absonderung mit der Verständigung über das negative Testergebnis.

Erkrankte Personen

Absonderung

Personen, die mittels eines PCR-Tests positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, müssen sich nicht über 1450 melden. Der positive Test wird selbständig vom auswertenden Labor an die zuständige Gesundheitsbehörde gemeldet. Mittels PCR-Test positiv getestete Personen müssen sich während des Zeitraums der Ansteckungsfähigkeit absondern (in Quarantäne begeben) um eine Ansteckung von weiteren Personen zu vermeiden. Der Absonderungszeitraum beträgt grundsätzlich 10 Tage. Die Absonderung läuft automatisch nach 10 Tagen aus, wenn seit mindestens 48 Stunden keine typischen Symptome mehr bestehen.


Verkehrsbeschränkung

Wenn seit zumindest 48 Stunden keine Symptome mehr vorliegen, wird die Absonderung frühestens ab dem fünften Tag zu einer Verkehrsbeschränkung – es ist

  • bei Kontakt mit anderen Personen eine FFP2-Maske zu tragen (bei Kindern bis 14 Jahre wahlweise ein MNS) – dies gilt auch im privaten Wohnbereich
  • der Besuch von Einrichtungen mit vulnerablen Personen oder risikobehafteten Settings (Alten- u. Pflegeheime, Gesundheitseinrichtungen, Obdachlosenheime, Gefängnisse, Flüchtlingsheime etc.) untersagt
  • das Betreten von Einrichtungen bzw. das Ausübung von Aktivitäten, in bzw. bei denen nicht durchgehend eine FFP2-Maske bzw. ein MNS getragen wird (Gastronomiebetriebe, Fitnessclubs etc.), untersagt
  • der Besuch von Großveranstaltungen und Ähnlichem (Sportveranstaltungen, Konzerte etc.) untersagt
  • bei physischem Kontakt zu vulnerablen Personen zusätzlich zur FFP2-Maske eine adäquate persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu verwenden

Diese Maßnahmen sind bis zum Tag 10 einzuhalten.

Ein Aufsuchen von Arbeitsorten während der Verkehrsbeschränkung ist unter Einhaltung der genannten Voraussetzung grundsätzlich möglich.


Freitestung

Wenn die Voraussetzungen einer Verkehrsbeschränkung erfüllt sind (frühestens ab Tag 5; mind. 48 Stunden Symptomfreiheit), besteht zusätzlich die Möglichkeit einer vorzeitigen Freitestung aus der Verkehrsbeschränkung.

Die Möglichkeit der Freitestung besteht einmalig in einer behördlichen NÖ PCR-Teststraße sowie mehrmals über „Niederösterreich gurgelt“ oder in bestimmten teilnehmenden Apotheken.
Bei einem negativen Testergebnis endet die Verkehrsbeschränkung vorzeitig.


Verlängerung der Absonderung

Sofern nach 10 Tagen weiterhin typische Symptome vorliegen, besteht die Verpflichtung dies der Gesundheitsbehörde zu melden, da in diesem Fall von einer längeren Ansteckungsfähigkeit auszugehen ist. Für die Krankmeldung kann das Online-Formular Krankmeldung genutzt werden.

Die Gesundheitsbehörde verlängert in diesem Fall die Absonderung. Wenn die Symptome schließlich abgeklungen sind, hat eine Gesundmeldung zu erfolgen, damit die Absonderung aufgehoben werden kann. Auch für die Gesundmeldung kann das Online-Formular genutzt werden.


Ct-Wert

Der Ct-Wert (Threshold Cycle) entspricht der Zahl der notwendigen PCR-Zyklen bis zum positiven Signal und ist somit ein Maß für die Viruskonzentration im Probenmaterial. Ein Ct-Wert von ≥ 30 geht nach derzeitigem Stand der Wissenschaft mit einer geringen Viruslast und einem Verlust der kulturellen Anzüchtbarkeit einher.

Zu beachten ist dabei, dass Ct-Werte in Abhängigkeit von Abstrichqualität und Testdetails variieren können. Bei der Beurteilung der Ansteckungsfähigkeit sind daher der Zeitpunkt der Probennahme in Bezug auf den Krankheitsverlauf, die Qualität sowie die Art des Materials bzw. der Abstrichort, die Aufarbeitung und das verwendete Testsystem zu berücksichtigen.

Bei einer erstmaligen positiven Testung ist der Ct-Wert alleine nicht aussagekräftig, da für die Beurteilung der Ansteckungsfähigkeit auch die Symptome und der Krankheitsverlauf zu prüfen sind. Es erfolgt daher unabhängig vom Ct-Wert zunächst eine Absonderung, um den Krankheitsverlauf zu beobachten und um feststellen zu können, ob der Ct-Wert möglicherweise nur deshalb über 30 lag, weil die Erkrankung erst am Beginn war.

Bei einer Freitestung (frühestens am fünften Tag nach der positiven Testung und unter der Voraussetzung, dass keine Symptome mehr vorliegen) kann bei einem Ct-Wert über 30 aber davon ausgegangen werden, dass kein vermehrungsfähiges Virus mehr ausgeschieden wird und folglich keine Ansteckungsfähigkeit mehr besteht.


Wo finde ich weitere Informationen zu COVID-19-Verdachts- und Erkrankungsfällen?

Umfangreiche Informationen zum Umgang mit COVID-19-Verdachts- und Erkrankungsfällen werden auf der Webseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz unter „Informationen zum Coronavirus“ -„Fachinformationen“ zur Verfügung gestellt.

Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs)

Ihre Kontaktstelle des Landes

Zuständig ist Ihre örtliche Bezirksverwaltungsbehörde als Gesundheitsbehörde. Klicken Sie hier, um zu einer Liste aller Gesundheitsbehörden zu gelangen.  NÖ Corona-Hotline: 02742 / 9005 -14300 
E-Mail: noe-coronainfo@noel.gv.at
Letzte Änderung dieser Seite: 3.5.2022
© 2022 Amt der NÖ Landesregierung