Beiblatt Unselbständige ­­– Benötigte Informationen und Unterlagen

Für Ihren Antrag auf Vergütung gemäß § 32 Epidemiegesetz werden die nachstehenden Informationen und Unterlagen benötigt.

Bitte beachten Sie, dass Sie über das Feld „Weitere“ – „Daten am Computer speichern/Gespeicherte Daten laden“ Ihr auch teilweise ausgefülltes Formular zwischenspeichern und laden können! 

Bitte halten Sie Ihre Stammdaten sowie eine Bankverbindung und die Kontaktdaten einer Ansprechperson bereit.

Antrag / Angaben

Angaben zu Ihrem Dienstnehmer (inklusive Geburtsdatum und Sozialversicherungsnummer)

Angaben zur Absonderung: Kennzeichen des Absonderungsbescheides, Zeitraum der Absonderung

Angaben über den Monat der Absonderung (bei Maßnahmen, die mehr als einen Monat betreffen, sind für jeden Monat die Angaben getrennt anzugeben)
 

Datum, an dem das Gehalt dem Dienstnehmer für den betreffenden Monat ausbezahlt wurde

  • Höhe des regelmäßigen Entgelts iSd Entgeltfortzahlungsgesetzes für den Zeitraum, in dem der Dienstnehmer aufgrund der behördlichen Verfügung an der Leistung seiner Arbeit verhindert war.
    Als regelmäßiges Entgelt gilt jenes, das dem Arbeitnehmer gebührt hätte, wenn keine Arbeitsverhinderung eingetreten wäre. Auf den gebührenden Vergütungsbetrag sind gemäß § 32 Abs. 5 Epidemiegesetz 1950 Beträge anzurechnen, die dem Vergütungsberechtigten wegen der Erwerbsbehinderung nach sonstigen Vorschriften oder Vereinbarungen sowie aus einer anderweitigen während der Zeit der Erwerbsbehinderung aufgenommenen Erwerbstätigkeit zukommen.

    Bitte beachten Sie bei der Berechnung der Vergütung die auf Ihren Dienstnehmer anwendbaren kollektivvertraglichen Regelungen!

    Es wird darauf hingewiesen, dass nach dem Generalkollektivvertrag ArbeiterInnen und Angestellte über den Begriff des Entgelts gemäß § 3 EFZG gültig ab 1.9.1974 als Bestandteil des regelmäßigen Entgelts auch Überstundenpauschalien sowie Leistungen für Überstunden gelten, die aufgrund der Arbeitszeiteinteilung zu erbringen gewesen wären, wenn keine Arbeitsverhinderung eingetreten wäre. Hat der Arbeitnehmer vor der Arbeitsverhinderung regelmäßig Überstunden geleistet, so sind diese bei der Entgeltbemessung im bisherigen Ausmaß mit zu berücksichtigen, es sei denn, dass sie infolge einer wesentlichen Änderung des Arbeitsanfalles (z. B. wegen Saisonende oder Auslaufens eines Auftrages) nicht oder nur in geringerem Ausmaß zu leisten gewesen wären.

    Nicht als Entgelt anzusehen sind nach genanntem Generalkollektivvertrag:
    Aufwandsentschädigungen sowie jene Sachbezüge und sonstigen Leistungen, welche wegen ihres unmittelbaren Zusammenhanges mit der Erbringung der Arbeitsleistung vom Arbeitnehmer während einer Arbeitsverhinderung gemäß § 2 EFZG nicht in Anspruch genommen werden können.
    Als derartige Leistungen kommen insbesondere in Betracht:
    - Fehlgeldentschädigungen, soweit sie von der Einkommensteuer befreit sind;
    - Tages- und Nächtigungsgelder,
    - Trennungsgelder,
    - Entfernungszulagen,
    - Fahrtkostenvergütungen, 
    - freie oder verbilligte Mahlzeiten oder Getränke,
    - die Beförderung der Arbeitnehmer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte auf Kosten des Arbeitgebers sowie
    - der teilweise oder gänzliche Ersatz der tatsächlichen Kosten für Fahrten des Arbeitnehmers zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.
     

Anteilig auf die Zeit der Erwerbsbehinderung entfallender Dienstgeberanteil:  Unter dem vom Arbeitgeber zu entrichtenden Dienstgeberanteil sind lediglich die in § 51 ASVG genannten Beiträge zur Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung zu verstehen. Daher können andere Beiträge wie zum Beispiel Kommunalabgaben oder die Wohnbauförderung, Arbeitslosenversicherung und Beiträge zur Insolvenzentgeltsicherung, nicht vergütet werden. 
Bitte beachten Sie für Ihre Berechnung die BMGL SV lfd!

  • Gegebenenfalls

    Ausbezahlte Sonderzahlungen im Absonderungsmonat - Hierunter fallen nur Weihnachtsremuneration und Urlaubsgeld. Sonderzahlungen sind nur ersatzfähig, wenn sie im Monat der behördlichen Verfügung tatsächlich ausbezahlt wurden. Prämien- oder sonstige Einmalzahlungen fallen nicht darunter! Wurden im Monat der behördlichen Verfügung Sonderzahlungen ausbezahlt, ist die Höhe des Betrages anteilig nach den von der behördlichen Verfügung umfassten Tagen im Sonderzahlungszeitraum (z.B. quartals- oder halbjährlich), zu errechnen.
    Sonderzahlungen, die quartalsmäßig gebühren, sind durch 90 zu teilen und mit der Anzahl der Kalendertage im Absonderungszeitraum des Auszahlungsmonats zu multiplizieren.
    Sonderzahlungen, die halbjährlich gebühren, sind durch 180 zu teilen und mit der Anzahl der Kalendertage im Absonderungszeitraum des Auszahlungsmonats zu multiplizieren.

    Anteilig auf die Zeit der Erwerbsbehinderung entfallender Dienstgeberanteil für im Absonderungsmonat ausbezahlte Sonderzahlungen - (Dies auf Grundlage der BMGL SV SZ. Die Aliquotierung erfolgt entsprechend der Sonderzahlung, anteilig nach den von der behördlichen Verfügung umfassten Tagen im Sonderzahlungszeitraum). 

    Angaben zum Homeoffice
    - Der Anteil, der an Arbeitsleistung im Homeoffice erbracht werden konnte, ist vom beantragten Auszahlungsbetrag abzuziehen (konnte z.B. 30 % der Arbeitstätigkeit im Homeoffice verrichtet werden, kürzt sich der Verdienstentgang um 30 %); dies betrifft sowohl das Entgelt, die Sonderzahlungen, die DG-Anteile zur Sozialversicherung als auch die Zuschläge gemäß § 21 des Bauarbeiterurlaubsgesetzes 1972.

    Zuschlag gemäß § 21 des Bauarbeiterurlaubsgesetzes 1972
    (anteilig auf die Zeit der Erwerbsbehinderung) 

    Angaben zur Kurzarbeit
    und ob für den Absonderungszeitraum eine AMS-Förderung für Kurzarbeit gewährt worden war
  • Beantragter Auszahlungsbetrag:
    Regelmäßiges Entgelt iSd Entgeltfortzahlungsgesetzes für den Zeitraum, in dem der Dienstnehmer aufgrund der behördlichen Verfügung an der Leistung seiner Arbeit verhindert war
    +Ausbezahlte Sonderzahlungen im Absonderungsmonat (anteilig)
    +Anteilig auf die Zeit der Erwerbsbehinderung entfallender Dienstgeberanteil
    +Anteilig auf die Zeit der Erwerbsbehinderung entfallender Dienstgeberanteil für im Absonderungsmonat ausbezahlte Sonderzahlungen
    + Zuschlag gemäß § 21 des Bauarbeiterurlaubsgesetz 1972
    - vom AMS für den Absonderungszeitraum Ihres Dienstnehmers gewährte Kurzarbeitsbeihilfe

Beilagen

Folgende Beilagen sind, sofern nicht bereits übermittelt, dem Antrag anzuhängen:

  • Monatslohn- bzw. Gehaltsabrechnung des von der Absonderung betroffenen Monats/der von der Absonderung betroffenen Monate. 
  • Auszahlungsnachweis/ Überweisungsbeleg oder Bestätigung des Dienstgebers (mit Stempel und Unterschrift), dass das Entgelt ausbezahlt wurde. 
  • Behördliche Verfügung (z.B Absonderungsbescheid Ihres Dienstnehmers) 
  • Im Falle einer Verkehrsbeschränkung: Angaben, weshalb der Dienstnehmer seiner Tätigkeit im Absonderungszeitraum nicht nachgehen konnte. 
  • Im Falle eines beantragten Zuschlags gemäß § 21 Bauarbeiterurlaubsgesetz 1972 die entsprechende Zuschlagsverrechnungsliste unter Angabe der konkreten Berechnung für die betroffenen Tage. 
  • Sollten Sie zusätzliche Angaben, Erklärungen oder Erläuterungen zu Ihrem Antrag hinzufügen wollen, können Sie diese in Form eines Word-, PDF- oder JPG-Dokuments anhängen.  

Ihre Kontaktstelle des Landes

Zuständig ist Ihre örtliche Bezirkshauptmannschaft. Klicken Sie hier für eine Liste aller Bezirkshauptmannschaften.
Letzte Änderung dieser Seite: 16.12.2020
© 2021 Amt der NÖ Landesregierung