Allgemeine Informationen zu Absonderungen nach dem Epidemiegesetz

Das Epidemiegesetz 1950 sieht vor, dass zur Verhütung der Weiterverbreitung bestimmter anzeigepflichtiger Krankheiten kranke, krankheitsverdächtige oder ansteckungsverdächtige Personen abgesondert oder im Verkehr mit der Außenwelt beschränkt werden können. 

Eine Absonderung erfolgt in folgenden Fällen:

  • Aufgrund des Vorliegens spezifischer Symptome besteht die Vermutung, dass man sich mit SARS-CoV-2 infiziert hat. Man gilt daher als „Verdachtsfall“. In diesen Fällen wird umgehend ein PCR-Test angeordnet. Fällt dieser Test negativ aus, ist die Absonderung beendet. Ergibt der Test ein positives Ergebnis, wird man abgesondert, bis von keiner Ansteckungsfähigkeit mehr auszugehen ist. 

  • Aufgrund einer Infektion und eines positiven PCR-Tests gilt man als „Erkrankte/Erkrankter“. Die Absonderung dauert in diesen Fällen in der Regel 10 Tage. Sofern zumindest seit 48 Stunden keine Symptome mehr vorliegen, besteht ab dem Tag 5 nach der positiven Testung die Möglichkeit der vorzeitigen Freitestung. Darüber hinaus wird die Absonderung frühestens ab dem Tag 5 für den restlichen Zeitraum zu einer anschließenden Verkehrsbeschränkung, sofern seit zumindest 48 Stunden keine Symptome mehr bestehen.

Durch die Absonderung bzw. die anschließende Verkehrsbeschränkung soll die Verbreitung von SARS-CoV-2 eingedämmt werden. Sie erfolgt schriftlich mittels eines Bescheids, kann jedoch auch kurzfristig mündlich angeordnet werden; es folgt anschließend jedenfalls ein schriftlicher Bescheid. Alle Informationen zur Dauer und zu Verpflichtungen während der Absonderung finden sich in diesem Bescheid der Gesundheitsbehörde.  

Kontaktpersonen:

Personen, die während des Zeitraums der Ansteckungsfähigkeit intensiveren Kontakt mit einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person hatten, gelten als „Kontaktperson“. Kontaktpersonen werden nicht abgesondert, müssen sich daher nicht verpflichtend in Quarantäne begeben, sollten aber verkehrsbeschränkende Maßnahmen einhalten.

Personen, die nur geringen Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person hatten oder die aufgrund bereits überstandener Erkrankungen und bereits erhaltenen COVID-19-Schutzimpfungen als besonders geschützt gelten, werden nicht als Kontaktperson eingestuft.

weiterführende Links

Ihre Kontaktstelle des Landes

Zuständig ist Ihre örtliche Bezirksverwaltungsbehörde als Gesundheitsbehörde. Klicken Sie hier, um zu einer Liste aller Gesundheitsbehörden zu gelangen.  NÖ Corona-Hotline: 02742 / 9005 -14300 
E-Mail: noe-coronainfo@noel.gv.at
Letzte Änderung dieser Seite: 3.5.2022
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