Umsetzung Digitalisierungsstrategie NÖ

Nachstehend finden Sie ausgewählte Umsetzungsbeispiele im Rahmen der Digitalisierungsstrategie Niederösterreich (Stand: Juni 2019).

Zum digi report - Digitalisierungsbericht 2018
Zu den zentralen Indikatoren und Ergebnissen




Überschrift "Digitale Fitness" als Grafik

Handlungsfeld Bewusstseinsbildung

Gesellschaft, Unternehmen und die öffentliche Hand haben die Möglichkeit, sich mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen und digitale Eigenverantwortung zu übernehmen. 

Das Land Niederösterreich unterstützt mit zahlreichen Initiativen und Veranstaltungen die Bevölkerung und Wirtschaft, um die Chancen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, nutzen zu können.

Damit sollen

  • Ideen vorangetrieben,
  • Akteure vernetzt und
  • Informationen im städtischen und ländlichen Bereich zur Verfügung gestellt werden.

Mit dem “riz up GENIUS Ideen- und Gründerpreis” werden geniale Innovationen, Geschäftskonzepte und Forschungsprojekte mit einem Geldbetrag prämiert; unter anderem in der neuen Rubrik „genial digital“. Der riz up GENIUS ist eine Chance für alle, die innovative Entwicklungen bzw. neue Geschäftsideen haben und diese in Niederösterreich umsetzen möchten.

Im Zuge der Initiative Wirtschaft 4.0 ziehen das Land, die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung an einem Strang und präsentieren Digitalisierungsthemen wie Cybersecurity oder Datenmanagement bei Regionalveranstaltungen im ganzen Land.

Als erstes Bundesland lud Niederösterreich als Gastgeber zu Österreichs größtem Unternehmenskongress zu Corporate Social Responsibility. Der CSR-Tag widmete sich 2018 dem Motto „Think sustainable – Act digital“, um mit Hilfe der Digitalisierung die von den Vereinten Nationen formulierten Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

Der Digitalisierungsbus tourte 2018 fast 20.000 km durch Niederösterreich. Bei 120 Stopps in niederösterreichischen Gemeinden haben sich 18.455 Personen (davon 11.819 Schüler) bei der Niederösterreichischen Info-Tour zur Digitalisierung informiert.

Im Bus wurde Digitalisierungswissen

  • für Jung und Alt,
  • im Berufs- und Privatleben sowie
  • in verschiedenen Lebensbereichen vermittelt.

Bei acht verschiedenen Stationen konnte nicht nur mittels Animationsfilmen ein Blick in die Zukunft geworfen werden, sondern die Zukunft auch ausprobiert werden.

Mittels einer Virtual Reality Brille flogen Interessierte über Niederösterreich, andere schüttelten einem Roboter die Hand, konnten live zu sehen wie ein Gegenstand im 3D Drucker entsteht oder erlebten sich selbst als Teil der Augmented Reality.

Unternehmen präsentierten wie sie schon jetzt die Digitalisierung für sich und ihren Erfolg nutzen.


Handlungsfeld Aus- und Weiterbildung

Beginnend im Kindergartenalter bis hin zur betrieblichen Weiterbildung liegt der Fokus in der Integration von kompetenzorientiertem Lernen, fächerübergreifendem Denken und der Vermittlung digitaler Grundkompetenzen.

Die Niederösterreichische Bildungsförderung unterstützt berufliche Umschulungen, Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Erwerbstätige, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Elektronische Datenverarbeitung, Informationstechnik und Informations- und Kommunikationstechnik.

Gefördert werden

  • berufsbezogene Maßnahmen,
  • von Arbeitnehmern in der Privatwirtschaft und öffentlich Bediensteten in handwerklicher Verwendung und die
  • Berufsbegleitende Weiterbildung in den angeführten Bereichen der Digitalisierung.
     

In Zusammenhang mit einer zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung sämtlicher Dienstleistungs- und Produktionsbereiche werden Arbeitnehmer, Arbeitnehmerinnen und Betriebe so auf die steigenden Herausforderungen vorbereitet.

SecForDig ist ein Qualifizierungsprogramm im Bereich der Informationssicherheit, das Absolventen und Absolventinnen dazu befähigt eine eventuelle Bedrohungslage richtig einzuschätzen und notwendige Sicherheitsmaßnahmen effizient und sinnvoll in Digitalisierungsprojekten anzuwenden.

Es werden

  • ein Aus- und Weiterbildungsprogramm im Bereich Digitalisierung und Sicherheit erarbeitet,
  • Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Unternehmen zur Bewertung und zum Einsatz von Sicherheitsmaßnahmen befähigt,
  • eine umfangreiche Infrastruktur zu Lern- und Testzwecken zur Verfügung gestellt und die
  • Vernetzung zwischen Wissenschaft, Forschung und Unternehmenspraxis ermöglicht.

Der Fokus liegt auf der Allgemeinen Informationssicherheit, Secure Setup, Secure Operation, Integrating new Technology sowie Secure and Safe Software bzw. System Development.

Durch die Verknüpfung der Lernergebnisse mit praktischen Erfahrungen wird der Wissenstransfer in die Unternehmen sichergestellt.

Landeskindergärten und Volksschulen wurden mit Robotern in Form von Bienen ausgestattet, um Kindern einen spielerischen Zugang zu Programmierung, Robotik und Digitalisierung zu ermöglichen. Bee-Bots sind kleine Bodenroboter, die sich mit Richtungstasten einfach von den Kindern selbst programmieren lassen.

Das Projekt ermöglicht

  • Kindern das Erlernen von analytischem, vorausschauendem Denken,
  • die Vermittlung von Problemlösungskompetenz und
  • ein Kennenlernen neuer Medien und Technologien.

Ein Set besteht aus den Robotern sowie Programmierleisten zur Steuerung inklusive technischer und pädagogischer Einsatzvorschläge. Die Bienenroboter helfen Kindern auch beim Zählen lernen, der Begriffsbildung oder bei der Schärfung der räumlichen Orientierung. 

  • Future of production
  • Initiierung von Kooperationsprojekten zur Qualifizierung im Bereich Wirtschaft 4.0: Workshops, Veranstaltungen und Cluster übergreifend zur Information
  • Medienschulungen für Sportnetzwerkpartner: Medienschulungen für alle TOP-Sport SportlerInnen und für Sportverbände/-vereine


Handlungsfeld Forschung und Innovation

Die Entwicklung neuer digitaler Möglichkeiten durch technologische Produkt-, Prozess- oder Organisationsinnovationen werden unterstützt.

Unternehmen und Forschungseinrichtungen vernetzen sich gut und kooperieren intensiv. Relevante Themenfelder sind zum Beispiel Internet der Dinge, Big Data, Künstliche Intelligenz oder Blockchain.

Zusätzlich werden die vorhandenen Kompetenzen in NÖ zu Cybersecurity, erweiterte und virtuelle Realitäten, intelligente Materialien, 3D-Druck und neue Geschäftsmodelle sowie digitale Dienstleistungen gestärkt.

Hier fungiert das "Haus der Digitalisierung" seit 2018 mit mehreren Knotenpunkten als zentrale Drehscheibe für Vernetzung, Forschung und Kommunikation.

Mit Hilfe von 3D Scans werden Umgebungen, Gebäude, Räume, Personen und Objekte erfasst und diese für eine 3D Umsetzung aufbereitet.

Später können diese Elemente mit Virtual Reality / Augmented Reality / Multiple Reality Brillen dreidimensional „erfahren“ werden. Das Potential solcher Scans besteht darin, dass es technisch möglich ist

  • Räume und Bereiche mit hoher Auflösung zu scannen,
  • mehrere solcher Scans zu einem dreidimensionalen Bild zusammen zu setzen,
  • die dann mit simulierten (programmierten) Objekten oder anderen eingescannten Objekten befüllt werden können.
     

Anwendung kann dieses FTI-Projekt der IMC FH Krems zum Beispiel in Höhlen oder bei Ausgrabungen finden, um Interessierten oder Forschern und Forscherinnen eine virtuelle Begehung dieser Räume zu ermöglichen.

Durch das Einscannen von Personen (Personenscanner) und Objekten (Objektscanner) können auch diese als dreidimensionale Objekte in der Simulation dargestellt werden.

Der Technopol Wieselburg ist ein internationales Zentrum für Bioenergiesysteme, Lebensmittel- und Agrartechnologie und setzte 2018 folgende Aktivitäten:

  • Der Studiengang Agrartechnologie (BSc.) wurde zusätzlich zum bestehenden Studiengang E-Commerce akkreditiert.
  • Wieselburg wurde zu einem Knotenpunkt im Rahmen der niederösterreichischen Digitalisierungsoffensive.
  • Projektentwicklungen und -umsetzungen sowie Veranstaltungsorganisation zu Landwirtschaft und Technologie.

Die vom Technopol Wieselburg vorangetriebenen Projekte beschäftigen sich mit der Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft, Smart Farming (dem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Landwirtschaft), Precision Farming (der ortsdifferenzierten und zielgerichteten Bewirtschaftung) sowie mit Digital Plants (optische Überwachung der Gesundheit von Pflanzen).

Außerdem wird das Start-Up Farmdok GmbH, das im Bereich der automatisierten Datenerhebung und -auswertung landwirtschaftlicher Arbeitsvorgänge tätig ist, bereits ein Patent hält und ins Ausland expandiert, fachlich betreut.

Technopol Wieselburg

Der Fokus dieser Förderschiene liegt auf wissenschaftlichen Projekten der grundlagenorientierten Forschung.

Die vornehmlich interdisziplinären Projekte werden

  • vorhandene Forschungskompetenz in den FTI-Themenfelder im Bereich der Digitalisierung stärken,
  • die Vernetzung Niederösterreichischer Forschungseinrichtungen intensivieren,
  • einen Beitrag zur Verwirklichung von Nutzen- und Verwertungspotentialen im Interessensbereich des Landes Niederösterreich leisten, und
  • Jungwissenschaftlerinnen und Jungwissenschaftler fördern.

Da das Thema Digitalisierung sehr kontrovers diskutiert wird, werden nach Möglichkeit auch geistes-, sozial- oder kulturwissenschaftliche Fragestellungen miteingeschlossen.


Überschrift "Digitale Infrastruktur" als Grafik

Handlungsfeld Konnektivität

Der Zugang zum Internet und eine Verbesserung der Telefonie durch eine gut ausgebaute und leistbare digitale Infrastruktur soll für Gesellschaft und Unternehmen sichergestellt und laufend verbessert werden. Mit dem sukzessiven Ausbau erforderlicher Infrastrukturen, werden die Grundvoraussetzungen für digitale Lösungen und Leistungen sowie optimale Verbindungen hergestellt.  

Durch den raschen technischen Fortschritt und die Digitalisierung in allen Lebensbereichen steigen die Anforderungen an die Kommunikationsinfrastruktur.

Niederösterreich verbessert sein Kommunikationsnetz durch die Errichtung eines möglichst weitreichenden Breitbandnetzes, dort wo der Markt versagt.

Auch entlegene Regionen sollen nach Möglichkeit zukunftssicher mit Breitband versorgt werden. Mit der Realisierung dieser Infrastruktur soll der Entstehung einer digitalen Kluft zwischen der ländlichen und städtischen Bevölkerung vorgebeugt werden.

Dort wo der Ausbau nicht durch private Telekommunikationsunternehmen erfolgt, treibt das Land den Ausbau selbst voran. Die Strategie namens „Modell NÖ2“ sieht die Errichtung der passiven Infrastruktur und deren Verpachtung an einen Netzbetreiber vor. Dieser wiederum ermöglicht allen Anbietern von Internetservices die Nutzung des Glasfasernetzes zu denselben Bedingungen.

NÖ Breitbandkoordination

Mit EU-Förderungen werden die Installationen von WLAN Hotspots an öffentlichen Plätzen vorangetrieben.

13.000 europäische Gemeinden bewarben sich um eine Förderpauschale. 26 niederösterreichische Gemeinden waren erfolgreich und können

  • einen Internetzugang für mindestens drei Jahre zur Verfügung stellen,
  • Kosten- und werbefreie WLAN Hotspots anbieten, und
  • Zugangspunkte mit einer Kapazität für mindestens 50 Nutzer gleichzeitig sowie einer Downloadgeschwindigkeit von mindestens 30 Mbit/s anbieten.

Die EU förderte mit € 15.000,- die Errichtung kostenloser WLAN Hotspots an wichtigen Zentren des gemeinschaftlichen Lebens wie zum Beispiel in Parks, auf Plätzen, in Bibliotheken, in öffentlichen Gebäuden etc. 2.800 Gewinnergemeinden errichten nun EU-weit WLAN Hotspots an eine selbst gewählten öffentlichen Plätzen.


Handlungsfeld Intelligente Infrastruktur

Die bestehenden Infrastrukturen werden durch die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung verbessert. Daten sind dafür als zentrale Ressource erkannt und werden zur intelligenten Steuerung von Netzwerken unter Beachtung von Datensicherheit und Datensouveränität eingesetzt.

Building Information Modeling (BIM) ist eine Methode der optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von Software.

In diesem Digitalisierungsprojekt wird ein gemeinsames Verständnis der Anforderungen und Vorteile im Bereich der Digitalisierung in der Bauwirtschaft geschaffen, mit den Zielen

  • die Datenqualität durch eine gemeinsame Datenbasis und laufende Synchronisation zu verbessern,
  • die Verfügbarkeit aktueller und relevanter Daten für alle Beteiligten herzustellen,
  • den Informationsaustausch zwischen den Planungsbeteiligten zu verbessern, und
  • laufende Datenaufbereitung während des gesamten Gebäudelebenszyklus umzusetzen.

Durch die Digitalisierung in Bauprojekten kann die Produktivität des Planungsprozesses hinsichtlich Kosten, Terminen und Qualität gesteigert werden.

Wichtig ist es, ein generelles Verständnis für die grundlegenden Anforderungen der Digitalisierung, wie einheitliche Standards und offene Schnittstellen, sowie für die daraus resultierenden Vorteile wie höhere Qualität, mehr Sicherheit und Einsparungen im Betrieb zu schaffen.

Mikronetze (Microgrids) sind ein Unterbereich der intelligenten Stromnetze (Smartgrids) und decken als lokale Energienetze (Strom, Wärme, Kälte) den Energiebedarf je nach Anforderung automatisch ab um etwa Haushalte oder Betriebe mit Energie zu versorgen.

Im Rahmen des FTI-Projekts „Smart- und Microgrids in Niederösterreich“ soll die Basis für innovative selbstlernende Regelungskonzepte von Micronetzen erarbeitet werden. Ziel ist es,

  • diese Micronetze so zu organisieren,
  • damit auch bei vermehrter Einbindung von nicht stetigen und dezentral angeordneten erneuerbaren Energieressourcen
  • eine Versorgungssicherheit garantiert werden kann.

Das vom Projektleiter an der Universität Berkeley entwickelte Optimierungstool „DER-CAM (Distributed Energy Resources- Customer Adoption Model)“ wird in Niederösterreich erweitert und insbesondere im Biomasse, -Wärme und Steuerungsbereich überarbeitet.


Überschrift "Digitale Lösungen" als Überschrift

Handlungsfeld Vernetzungsplattformen

Mittels Vernetzungsplattformen werden neue sozio-technische Entwicklungen wie die Verbesserung von Kommunikationsprozessen zwischen Verwaltung und Öffentlichkeit oder die wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe angestoßen.

 Das Haus der Digitalisierung ist das Zentrum für die technologischen Veränderungen in Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung in Niederösterreich. Unternehmen erhalten einen niederschwelligen Zugang zu wissenschaftlichen Einrichtungen, können an Forschungsprojekten teilnehmen und deren Ergebnisse kommerzialisieren. Im Haus der Digitalisierung werden außerdem Leit- und Demoprojekte umgesetzt und disziplinübergreifendes Arbeiten über Instituts- und Sektorengrenzen hinweg ermöglicht.

Seit dem Frühjahr 2018 wurde ein intelligentes digitales Netzwerk aufgebaut, im Zuge dessen

  • niederösterreichweit digitale Knotenpunkte entwickelt werden, 
  • welche in unterschiedlichen Themenfeldern der Digitalisierung aktiv werden und so
  • zu einem digitalen Netzwerk verknüpft werden.

An der Umsetzung beteiligt sind niederösterreichische Fachhochschulen, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Inkubatoren, Pre-Inkubatoren, Acceleratoren und regionale Entwicklungsagenturen. 2018 wurde das virtuelle Haus der Digitalisierung umgesetzt und ging im Jänner 2019 online.

Diese Plattform ist aus Kundensicht strukturiert und bietet auf neun virtuellen Ebenen personalisierte Informationen und Services im Zusammenhang mit der Digitalisierung.

Erste Projekte der Knotenpunkte sind:

  • K1-Antrag ABC Austrian Blockchain Center (FH STP, FOTEC, IMC, WU)
  • Technologieförderantrag Crime Forecasting (FH STP)
  • Next Reality (FH STP, FOTEC, IMC plus 15 niederösterreichische Unternehmen/Kooperationsprojekt)
  • FoP-Niederösterreich – Qualifizierungsprojekt (FH STP, FOTEC, IMC 100%)
  • Sec4dig - Qualifizierungsprojekt (FH STP, FOTEC100%)
  • E-learning Projekt (ÖBB, FH STP, FOTEC, IMC)
  • Rapid Prototyping Framework für Mixed Reality (FOTEC, FH STP)
  • Scan2VR Technologieförderungsprojekt (IMC, FOTEC, FH STP)

Haus der Digitalisierung  - ein regionales Ökosystem aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung etabliert, das digitale Lösungen in allen niederösterreichischen Unternehmen forciert.

Handlungsfeld Daten 

Maßnahmen im Handlungsfeld Daten haben die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Steigerung der Qualität im Dienstleistungsbereich mittels verbesserter Möglichkeiten zur Daten-
nutzung und -auswertung zum Ziel.

In diesem Projekt wird analysiert wie Daten und Systeme so miteinander verschränkt werden können, dass Bürger und Bürgerinnen diese nur einmal für die gesamte Kommunikation mit der Verwaltung (Bund, Land, Gemeinde) eingeben müssen.

Erhoben werden Herausforderungen, die gemeistert werden müssen, um zukünftig

  • die Nutzung möglichst einfach zu gestalten,
  • die Richtigkeit der Daten sicher zu stellen und
  • Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.

Bei Frag nur einmal geht es darum, dass sofort nach der Authentifizierung in einem System, die gewünschten Formulare mit den korrekten Nutzerdaten befüllt werden.

Es müssen technische und rechtliche Fragestellungen geklärt werden.

GIP.nö ist die Datenbasis aller niederösterreichischen Verkehrswege.

Verkehrsauskunftssysteme, digitale Karten, Pendlerrechner etc. greifen auf die laufend aktualisierten Daten zu. GIP.nö

  • Umfasst das gesamte Straßen-, Schienen und Wegenetz in Niederösterreich,
  • überwindet Verwaltungsgrenzen mittels der Datenbasis,
  • visualisiert Daten um von anderen Kartenanbietern unabhängig zu sein und
  • macht die Daten allen Bürgern und Bürgerinnen zugänglich.

Die Aktualisierung der Daten erfolgt durch die jeweils zuständigen Stellen für den eigenen Wirkungsbereich. Niederösterreich stellt diese alle zwei Monate aktualisiert kostenlos zur Verfügung und stärkt damit den Wirtschaftsstandort.

Die Daten sind bereits in vielen Fahrplan- und Routingsystemen im Einsatz und werden auch bei den niederösterreichischen Leitzentralen der Blaulichtorganisationen verwendet.

GIP.nö (Graphen-Integrations-Plattform)-Datenbank

Die online Applikation AnachB.at kombiniert alle Verkehrsarten in der Region Wien-Niederösterreich-Burgenland, um eine optimale Routen- und Verkehrsmittelplanung zu ermöglichen.

AnachB.at

  • kombiniert öffentliche Verkehrsmittel mit Fahrrad, Auto und Fußwegen,
  • berücksichtigt die aktuelle Verkehrslage und
  • ist sowohl mobil wie auch als Desktopversion verfügbar.

Die innovative Applikation greift für das Service auf mehrere Datenquellen zu und bietet Informationen und Updates in Echtzeit. Das Projekt zeigt, dass die Digitalisierung länderübergreifende Projekte und Services fördert.

AnachB.at

Niederösterreich ist Pilotprojektregion für den digitalen Impfpass, der Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten hilft eine rasche, individuelle Übersicht über den Impfstatus zu erhalten und nicht auf Impfungen zu vergessen.

Der digitale Impfpass ersetzt die bisherigen Papier-Impfpässe.

Im Rahmen des Pilotprojektes wird

  • der Inhalt des E-Impfpasses erarbeitet und
  • die technische Infrastruktur in der elektronischen Gesundheitsakte errichtet.

Die Vorteile der Digitalisierung werden dazu genutzt, um eine moderne Gesundheitsversorgung in höchster Qualität anzubieten und zu sichern.

Nach der Evaluierung des Pilotprojektes ist ab dem Jahr 2021 die österreichweite Ausrollung des digitalen Impfpasses geplant.


Handlungsfeld Digitalisierung in der Verwaltung

Die Verwaltung schafft selbst durch digitale Anwendungen Vereinfachungen und Mehrwert und setzt Impulse in der Region, etwa durch eine bessere Zusammenarbeit mit den 573 Gemeinden.
Im Handlungsfeld Digitalisierung in der Verwaltung wurden sechs Arbeitsgruppen gegründet, die spezielle Themenstellungen bearbeiten.

NÖ VVVG - Volksbegehren auf Landesebene

Das Projekt beruht auf der Vorgabe des niederösterreichischen Volksbegehrens-, Volksabstimmungs- und Volksbefragungsgesetzes, analog dem Volksbegehrensgesetz 2018 des Bundes, die Abwicklung von Volksbegehren nur mehr elektronisch durchzuführen. Unterstützungserklärungen können vor einer der 573 Gemeindebehörden elektronisch erfasst und ins System eingespielt werden. Alternativ dazu können alle berechtigten niederösterreichischen Bürger ihre Unterstützungserklärungen via Handy Signatur bzw. Bürgerkarte abgeben.

Onlineantrag für Bürgerinnen und Bürger im Subjektförderungsbereich

Künftig sollen Bürgerinnen und Bürger Anträge zum Wohnzuschuss online einbringen können. Durch die Authentifizierung mit einer Bürgerkarte werden einmal eingegebene Daten bei der nächsten Antragstellung automatisch wieder zur Verfügung gestellt. Die Daten sollen durch die Verwendung von Registerabfragen, soweit möglich, automatisch geprüft werden. Benötigte Unterlagen können vom Antragsteller bzw. der Antragstellerin über die neue Anwendung hochgeladen werden. 

Automatisierter Ablauf zur Abfertigung von Informationsschreiben im Bereich der Verdachtsflächen/Altlastensanierung

10.000 ehemalige Industriestandorte und rund 3.000 ehemalige Deponien werden erfasst und auf ihre Umweltgefährdung hin untersucht.

Die Grundstückseigentümer werden im Zuge dieses Prozesses laufend informiert, weshalb pro Jahr rund 10.000 Schreiben versendet werden. Das Digitalisierungsprojekt zielt darauf ab, den bis dato mittels Einzelabfragen vorgenommenen Datenabgleich zwischen Grundstücksdatenbank und zentralem Melderegister zu automatisieren und Serienbriefe an die Betroffenen zuzustellen.

SVB - Zuschuss – online-Antrag und automatisierte Bearbeitung

Ein Zuschuss zu den Sozialversicherungsbeiträgen für hauptberuflich beschäftigte Angehörige in der Land- und Forstwirtschaft soll innerhalb der Familie eine gute land- und forstwirtschaftliche Grundausbildung sicherstellen.

In der online Fachanwendung werden die Antragsteller sowie die Anträge erfasst. Es werden automatisch Akt und Ordnungsnummer erzeugt und darin der Antrag sowie alle dazugehörigen Dokumente abgelegt. Das Programm prüft Plausibilität und die Vollständigkeit der Unterlagen. Der Bearbeiter bzw. die Bearbeiterin kontrolliert die Angaben, gleicht sie mit der SVB ab und gibt die Anweisung frei.

Zentralisierung der Mitarbeiterverwaltung

Das 1999 entwickelte und noch in Verwendung stehende System besteht aus mehreren Einzelprogrammen in den dezentralen Dienststellen und dient zur Erfassung und Verarbeitung der Arbeitszeiten und Tätigkeiten der 2.700 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Gruppe Straße. Ein neues System, das bestehende Einzelkomponenten zu einem großen Ganzen zusammenführt und auch mit der Personalverrechnung verbindet, soll das alte System ersetzen.

  • NÖ Heime-Informations-Technologie System in allen 60 Landesheimen (noeHIT): Komplette EDV Lösung für alle Betreuungszentren des Landes
  • Pilotprojekt: Videokonferenz für Telemedizin: Ausstattung der NÖ Landes-/Universitätskliniken mit Videokonferenzsystemen zur klinikübergreifenden Zusammenarbeit
  • Digitalisierung der NÖ-Card
  • Online-Einreichung Kulturpreise: Ausbau des digitalen Einreichweges
  • Online-Services der LAFC – Lower Austrian Film Commission: Neuer Online-Guide, der Informationen, Bilder und Trailer von Filmprojekten mit NÖ-Bezug listet
  • NÖ Landesbibliothek – Wahrnehmung der Aufgaben einer GND-Zentralredaktion: Redaktionsstelle für alle österreichischen Bibliotheken außerhalb des “Österreichischen Bibliothekenverbundes"
  • Digitales Förderportal für Wirtschaftsförderung 


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Letzte Änderung dieser Seite: 23.10.2019
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