Umsetzung Digitalisierungsstrategie NÖ

Nachstehend finden Sie ausgewählte Umsetzungsbeispiele im Rahmen der Digitalisierungsstrategie Niederösterreich.





Überschrift "Digitale Fitness" als Grafik

Handlungsfeld Bewusstseinsbildung

Zum Handlungsfeld Bewusstseinsbildung zählen die Auseinandersetzung mit aktuellen Themenstellungen, die Präsentation von Möglichkeiten sowie die Einbindung aller Altersschichten. 

Die Science Academy Niederösterreich ist ein neues außerschulisches Vermittlungsprogramm für neugierige und motivierte Jugendliche ab 14 Jahren. Einer der fünf zweijährigen Lehrgänge widmet sich dem Thema „Smart World“. Die Jugendlichen setzen sich darin mit den Chancen der Digitalisierung auseinander und erlernen notwendige Kompetenzen in technischen Teilgebieten wie Robotik, Virtual Reality oder 3D-Druck. Kreativität spielt dabei eine wichtige Rolle. Ergänzend dazu soll aber auch eine kritische Reflexion mit der Digitalisierung stattfinden, konkret anhand der Frage, was der digitale Wandel zur Überwindung sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen beitragen kann.

In der eigenen Sendereihe „Digital leben“ stellt der ORF Niederösterreich jeden Dienstag in der Sendung „Niederösterreich heute“, im Internet auf noe.ORF.at und im Radio Niederösterreich Begriffe aus der digitalen Welt vor. Expertinnen und Experten aus Niederösterreich erklären dabei anhand von praktischen Beispielen Begrifflichkeiten wie Internet of Things, Blockchain, Smart Assistants oder Augmented Reality.

Beispiel: „Deep Learning“ ist ein Teilbereich des Maschinellen Lernens. Ziel ist es, die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns nachzuahmen. Es werden neuronale Netze genutzt und somit komplexe Zusammenhänge erkannt. Zur Anwendung kommt „Deep Learning“ meistens bei der Gesichts-, Objekt- oder Spracherkennung.

Alle Kurzclips sind eine Woche nach Ausstrahlung in der TVthek (https://tvthek.orf.at/) bzw. noe.ORF.at verfügbar. Im virtuellen Haus der Digitalisierung (virtuelleshaus.at) können die Beiträge beim jeweiligen digiPEDIA-Eintrag angesehen werden. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem ORF Niederösterreich und des Hauses der Digitalisierung statt. 

Das Projekt DIHOST * wurde im September 2019 gestartet und bietet drei Jahre lang ein umfassendes Dienstleistungsprogramm an, um KMUs in Ostösterreich bei ihrem digitalen Wandel zu unterstützen. In Bereich Bewusstseinsbildung wurde gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Niederösterreich eine niederösterreichweite Roadshow umgesetzt, wo an allen 23 Bezirksstellen in Form von zweistündigen Info-Events ca. 350 KMUs über die Chancen und Möglichkeiten neuer digitaler Technologien informiert wurden. Nachdem die Technologien verständlich und niederschwellig erklärt wurden, gab es seitens der KMUs unmittelbar danach die ersten konkreten Umsetzungsideen. Die in diesen Gesprächen entstandenen Ideen für erforderliche Aktivitäten werden seit Jänner 2020 konsequent umgesetzt.

Infos unter: http://www.dih-ost.at/

21.05.2019

Regionalveranstaltung Wirtschaft 4.0: Chancen der Künstlichen Intelligenz nutzen 

28.05.2019

Preisverleihung riz up GENIUS

27.06.2019Forum Digitalisierung für Landesbedienstete
21.-23.08.2019Technologiegespräche Alpbach
Mixed Reality - die reale Welt digital dargestellt im virtuellen Haus der Digitalisierung
30.09.2019Regionalveranstaltung Wirtschaft 4.0: Mobilität der Zukunft
01.10.2019Innovationspreisverleihung 2019
November 2019Infoveranstaltungen in allen Bezirksstellen der WKNÖ zum Thema DIHOST und KMU-Digital
14.11.2019digital Forum – Öffentliche Konferenz für Digitalisierung
28.-29.11.2019Virtual Reality Messe an der IMC FH Krems


Handlungsfeld Aus- und Weiterbildung

Im Handlungsfeld Aus- und Weiterbildung erfolgt die Vermittlung digitaler Kompetenzen – bereits beginnend im Kindergartenalter – unter Einbeziehung aller Bevölkerungsschichten. 

Bei der Schuleinschreibung wird überprüft, ob die künftigen Volksschulkinder die sogenannte „Schulreife“ haben, um später dem Unterricht folgen zu können. Um die erforderlichen Kompetenzen festzustellen, bringen die Kinder Portfoliomappen aus dem Kindergarten mit, die Zeichnungen der zukünftigen Schüler und Schülerinnen oder ein Schreiben der Kindergartenpädagogen beinhalten. Als Ergänzung dazu folgt nun das Screening per App, wo auch sprachliche Kompetenzen sowie Zahlen- und Mengenverständnis überprüft werden, die Aufschluss über Stärken und Schwächen der Kinder geben sollen. Die Einschreibung mit Tablet-Unterstützung wurde heuer bereits in 40 niederösterreichischen Schulen pilotiert und soll künftig (im nächsten Jahr – Jänner 2021) auf alle Volksschulen ausgeweitet werden. Auf diese Weise soll auch die Schuleinschreibung vereinheitlicht werden.  Ob ein Kind schulreif ist oder nicht, entscheidet letztendlich aber die Schulleitung.

Digitalisierung in der Schule ist derzeit ein wichtiges Schlagwort. Der Einsatz von unterschiedlichsten digitalen Medien erweitert einerseits die Methodenvielfalt, bietet aber auch bessere Individualisierungsmöglichkeiten und fördert die Freude am Lernprozess sowie neue Kooperationsformen im Unterricht. BeeBots, Ozobots, FLL, Robotik/Drohnenweltmeister, AR Workbench, HoloLens (AR Technologie) f4i Hackathon-Award 1. Platz, spusu Java-Award „Smart Respiratory Protection“, „Nova Code“, Gamification, Augmented Reality, Educational Robotics, concept Maps, Flipped Classroom und Mobile Learning sind nur einige Beispiele dafür, was unsere Schulen erfolgreich macht.

Zahlreiche niederösterreichische Schulen sind auch bei eEducation Austria vertreten, einer nationalen Initiative und ein Netzwerk zur Schulentwicklung. Expert.Schulen sollen weitere Schulen für das nationale Netzwerk gewinnen.  Derzeit gibt es österreichweit 1730 Member.Schulen, 848 Expert.Schulen und 122 Expert+.Schulen.

Mit dem Projekt Robobuddy („Ruddy“) der HTL Mistelbach soll die soziale Hilfestellung für ältere, betreuungswürdige Menschen um technische Komponenten ergänzt werden, die ein möglichst langes, sicheres und eigenbestimmtes Leben zuhause ermöglichen sollen. Um dies zu erreichen, wird ein mobiles und interaktives Kommunikationsmittel entwickelt, das mit den erweiterbaren Elementen des Smart Home kommuniziert und so eine komfortable und sichere Umgebung daheim gewährleistet. Durch das Projekt wird die Ausbildung bestmöglich um die Thematik Industrie 4.0/Digitalisierung ergänzt. Mit dem Projekt Robobuddy ging die HTL Mistelbach als Gewinner der Initiative „proHTL NÖ“ im Jahr 2018 hervor, die innovative und praxisbezogene Schulprojekte von HTLs finanziell unterstützt.

Sec4Dig ist ein Qualifizierungsprogramm im Bereich der Informationssicherheit, das Absolventen und Absolventinnen dazu befähigt eine eventuelle Bedrohungslage richtig einzuschätzen und notwendige Sicherheitsmaßnahmen effizient und sinnvoll in Digitalisierungsprojekten anzuwenden. 
Es werden

  • ein Aus- und Weiterbildungsprogramm im Bereich Digitalisierung und Sicherheit erarbeitet,
  • Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Unternehmen zur Bewertung und zum Einsatz von Sicherheitsmaßnahmen befähigt,
  • eine umfangreiche Infrastruktur zu Lern- und Testzwecken zur Verfügung gestellt und die
  • Vernetzung zwischen Wissenschaft, Forschung und Unternehmenspraxis ermöglicht.

Der Fokus liegt auf der Allgemeinen Informationssicherheit, Secure Setup, Secure Operation, Integrating new Technology sowie Secure and Safe Software bzw. System Development. 

Durch die Verknüpfung der Lernergebnisse mit praktischen Erfahrungen wird der Wissenstransfer in die Unternehmen sichergestellt.

Landeskindergärten und Volksschulen wurden mit Robotern in Form von Bienen ausgestattet, um Kindern einen spielerischen Zugang zu Programmierung, Robotik und Digitalisierung zu ermöglichen. Bee-Bots sind kleine Bodenroboter, die sich mit Richtungstasten einfach von den Kindern selbst programmieren lassen.

Das Projekt ermöglicht

  • Kindern das Erlernen von analytischem, vorausschauendem Denken,
  • die Vermittlung von Problemlösungskompetenz und
  • ein Kennenlernen neuer Medien und Technologien.

Ein Set besteht aus den Robotern sowie Programmierleisten zur Steuerung inklusive technischer und pädagogischer Einsatzvorschläge. Die Bienenroboter helfen Kindern auch beim Zählen lernen, der Begriffsbildung oder bei der Schärfung der räumlichen Orientierung.


Handlungsfeld Forschung und Innovation

Im Rahmen von Forschung und Innovation wird die Entwicklung neuer digitaler Möglichkeiten für technologische Produkt-, Prozess- oder Organisationsinnovationen vorangetrieben. Mit den Maßnahmen zur digitalen Fitness werden Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen.

Mit Hilfe von 3D Scans werden Umgebungen, Gebäude, Räume, Personen und Objekte erfasst und diese für eine 3D Umsetzung aufbereitet.

Später können diese Elemente mit Virtual Reality / Augmented Reality / Multiple Reality Brillen dreidimensional „erfahren“ werden. Das Potential solcher Scans besteht darin, dass es technisch möglich ist

  • Räume und Bereiche mit hoher Auflösung zu scannen,
  • mehrere solcher Scans zu einem dreidimensionalen Bild zusammen zu setzen,
  • die dann mit simulierten (programmierten) Objekten oder anderen eingescannten Objekten befüllt werden können.

Anwendung kann dieses FTI-Projekt der IMC FH Krems zum Beispiel in Höhlen oder bei Ausgrabungen finden, um Interessierten oder Forschern und Forscherinnen eine virtuelle Begehung dieser Räume zu ermöglichen.
urch das Einscannen von Personen (Personenscanner) und Objekten (Objektscanner) können auch diese als dreidimensionale Objekte in der Simulation dargestellt werden.

Um den hohen Level der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit niederösterreichischer Unternehmen weiter auszubauen, braucht es innovative Technologien, Produkte und Dienstleistungen. Mit der Förderschiene 3D-Druck-Bonus wurde im Jahr 2019 erstmals die Erstellung von Prototypen mit externer Begleitung gefördert. Unterstützt wurden Vorhaben, bei denen Bauteile, mit Unterstützung durch ausgewählte Expertinnen und Experten, konstruiert und additiv, also mittels 3D-Druck gefertigt wurden.

Beispiel: Die Firma ENPULSION ist auf die Produktion, Vertrieb und Entwicklung von Antriebssystemen für Mini-Satelliten spezialisiert. Im Produktionsablauf des von ENPULSION hergestellten Satellitenionentriebwerks müssen diese in Vakuumkammern getestet werden, wobei eine aktive Regelung der Interfacetemperatur des Triebwerks nötig ist. Im Rahmen eines speziellen Projektes wurde mittels 3D-Druckverfahren ein Kühlplattenprototyp hergestellt, der das parallele Testen mehrerer Triebwerke, und somit die Steigerung der Test-Rate von über 100 % erlaubt und additiv, also mittels 3D-Druck, gefertigt wurden.

Im eVRyLab werden mit Hilfe von 3D-Scans reale Umgebungen in der virtuellen Realität betrachtbar und über das OmniDeck begehbar gemacht. In erster Linie wird das eVRyLab für das Projekt „Scan2VR“ genutzt, wo Objekte, Personen und Räume mit 3D-Laserscannern erfasst und mit Hilfe von optimierten Prozessen in die virtuelle Realität transformiert und mittels VR-Brille visualisiert werden. Über das OmniDeck, ein in Österreich einmaliges, rundes „Laufband“ zur physischen Bewegung im virtuellen Raum, kann sich der User in den vorher gescannten Räumlichkeiten stehend, laufend, schleichend oder sogar kriechend eigenständig umschauen. Damit ist es gelungen, ein Highlight im Bereich der Bewegung im virtuellen Raum zu schaffen.

Das eVRyLab soll auch KMUs einen einfachen Zugang zu Virtual Reality ermöglichen, damit sie diese neue Technologie zielgerichtet in ihrem Unternehmen einsetzen können. Zudem soll das Lab für Projekte von Studierenden und für Schulklassen genutzt werden, um Kinder und Jugendliche an das Thema Virtual Reality heranzuführen.

Das Austrian Blockchain Center (ABC) ist das weltweit größte Blockchain-Kompetenzzentrum und bündelt die umfassenden interdisziplinären Kompetenzen im Bereich der Grundlagen und der Anwendung von Blockchain-Technologien an einer Adresse. Unter Leitung der Wirtschaftsuniversität Wien widmet sich das ABC der wissenschaftlich fundierten Weiterentwicklung der Technik und deren Anwendung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen.

Am ABC sind 21 wissenschaftliche Einrichtungen, 54 Unternehmen und 17 assoziierte Mitwirkende beteiligt, darunter 16 internationale Einrichtungen/Unternehmen. Die FH St. Pölten koordiniert die „Area 3: Emerging Industries & Blockchains in Manufacturing“ (dt.: aufstrebende Industrien & Blockchains im verarbeitenden Gewerbe), deren Fokus auf den technologischen Aspekten von Blockchains in Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge liegt.

www.abc-research.at



Überschrift "Digitale Infrastruktur" als Grafik

Handlungsfeld Konnektivität

Konnektivität bedeutet, dass Gesellschaft, Unternehmen und die öffentliche Hand die Möglichkeit haben, sich mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen und dadurch digitale Eigenverantwortung zu übernehmen.  Bestehende Infrastruktureinrichtungen werden durch digitale Steuerung, unter Beachtung von Datensicherheit und Datensouveränität zu intelligenter Infrastruktur.

Am Technopol Wieselburg entsteht in einer Kooperation des Technologie- und Forschungszentrums und der Gemeinden Wieselburg Stadt und Land ein energetisches Mikronetz. Durch die wissenschaftliche Betreuung des vor Ort ansässigen K1-Kompetenzzentrums BEST (Bio-energy and Sustainable Technologies) und der Fachhochschule Wiener Neustadt – Campus Wieselburg wird eine einmalige Forschungsinfrastruktur geschaffen, die es ermöglicht, Strom-, Wärme- und Kältetechnologien in realer Umgebung zu optimieren. Durch die zu erwartenden Forschungsergebnisse und Implementierung von Optimierungsalgorithmen können bestehende Energieversorgungssysteme ergänzt, Netze entlastet und die Notwendigkeit eines teuren Netzausbaus verringert werden. Mikronetze (Microgrids) liefern so zukünftig die Möglichkeit, erneuerbare Energieressourcen effizienter zu nutzen.

Überall, wo der Ausbau nachhaltiger Breitbandinfrastruktur nicht durch Telekommunikationsunternehmen erfolgt – das sind in der Regel (Katastral-)Gemeinden mit unter 5.000 Einwohnern –, wird das Land Niederösterreich den Ausbau selbst vorantreiben und hat dafür eine eigene Strategie, das „Modell Niederösterreich“, entwickelt.

Diese basiert auf dem Open-Access-Prinzip einer klaren Trennung zwischen Netz-Infrastruktur, neutralem Netzbetrieb und den darauf basierenden Diensten wie Telefonie, TV und Internet, welche von bestehenden und neuen Dienstanbietern erbracht werden. Die passive Infrastruktur (Leerrohre, Lichtwellenleiterkabel, Schächte, …) verbleibt im Einflussbereich der öffentlichen Hand, um einerseits den offenen und nichtdiskriminierenden Zugang für alle Dienstanbieter sicherzustellen und andererseits langfristig moderate Nutzungskosten für die Endkunden gewährleisten zu können. Die Erprobung des „Modells Niederösterreich“ in den vier Pilotregionen konnte 2019 positiv abgeschlossen werden. Damit profitieren ca. 35.000 Haushalte in Niederösterreich von zukunftssicherer Glasfaser-Infrastruktur bis zum Haushalt. Im Rahmen eines speziell für den niederösterreichischen Markt entwickelten PPP-Modells (Public Private Partnership) wurde die weitere Finanzierung des Glasfaserausbaus ausgeschrieben und noch 2019 der Zuschlag erteilt. Damit stehen für den weiteren Ausbau von 100.000 Anschlüssen bis 2023 ca. 300 Millionen Euro (ohne Förderungen) zur Verfügung. Durch zwei weitere Investorenpakete sowie flankierende Maßnahmen des Landes Niederösterreich soll ein weitgehend flächendeckender FTTH-Ausbau in ganz Niederösterreich bis 2030 erfolgen.


Handlungsfeld Innovative Infrastruktur

Mit den Maßnahmen zur digitalen Infrastruktur werden ländliche Regionen gestärkt und die Lebensqualität in Niederösterreich weiter verbessert.

Das Land Niederösterreich betreibt zur einheitlichen Erfassung, Verwaltung und zur Auswertung sämtlicher wasserwirtschaftlicher Daten das WIS NÖ. Das Wasserinformationssystem ist eine gemeinsame IT-Anwendung aller Bundesländer und wird von diesen gemeinsam finanziert und weiterentwickelt.

Mit dem WIS NÖ wurde Anfang Dezember 2019 der Wasserdatenverbund NÖ (WDV) abgelöst. Es beinhaltet unter anderem folgende Informationen:

  • Wasserrechte (inklusive Online-Wasserbuch NÖ)
  • Verträge des öffentlichen Wasserguts
  • Wasser-Qualitätsmessstellen und deren Messdaten
  • Abwasseranlagen und Abwasseruntersuchungen
  • Wasserbauliche Förderobjekte
  • Bauabschnitte der Siedlungswasserwirtschaft
  • Versorgungs- und Entsorgungsgebiete

Alle Daten können auch raumbezogen intern im iMap und ausgewählte Informationen (Online- Wasserbuch) auch im NÖ Atlas öffentlich abgefragt werden.

Building Information Modeling (BIM) ist eine Methode der vernetzten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken mit Hilfe von Software. Durch BIM soll die Produktivität der Planungs-, Bau- und Erhaltungsprozesse gesteigert werden, indem

  • die Datenqualität durch eine gemeinsame Datenbasis verbessert,
  • die Verfügbarkeit von aktuellen und relevanten Daten für alle Beteiligten hergestellt,
  • der Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten optimiert und
  • durch eine laufende Datenaufbereitung während des gesamten Bauwerkslebenszyklus ein optimal auf das jeweilige Projekt abgestimmter Mittel- und Ressourceneinsatz gewährleistet wird.

Derzeit erfolgt die Evaluierung von BIM in den Bereichen Straßenplanung, -bau und -erhaltung, um in weiterer Folge mit der Umsetzung von Pilotprojekten zu beginnen. 
Der Fokus des Landeshochbaus liegt in der Optimierung der Prozesse, welche mit dem Baugeschäft aber auch mit dem Betrieb der Liegenschaften zu tun haben. 
Der Pilot Neubau des PBZ und SBZ Korneuburg bei Landeshochbauprojekten hat begonnen.

Im Rahmen eines Feldversuchs wurden 24 Haushalte einer Einfamilienhaussiedlung in Echsenbach für fünf Monate mit E-Fahrzeugen und der erforderlichen Ladeinfrastruktur ausgestattet, um die Praxistauglichkeit der aktuellen Fahrzeugmodelle und die Auswirkungen auf die Netzinfrastruktur zu testen. So viele Wege wie möglich sollten elektrisch zurückgelegt werden. Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache:

  • E-Fahrzeuge sind mit aktuellen Reichweiten bereits jetzt bestens praxistauglich; lediglich für vereinzelte Fahrten wäre eine höhere Reichweite wünschenswert.
  • Das bestehende Stromnetz bietet aufgrund der vorausschauenden Planung gute Voraussetzungen für hohe E-Fahrzeug-Dichten.
  • Die Haushalte kamen innerhalb kürzester Zeit sehr gut mit der neuen Mobilitätsform zurecht und konnten sie rasch in den Alltag integrieren.


Überschrift "Digitale Lösungen" als Überschrift

Handlungsfeld Vernetzungsplattformen

Mittels Vernetzungsplattformen werden neue sozio-technische Entwicklungen wie die Verbesserung von Kommunikationsprozessen zwischen Verwaltung und Öffentlichkeit oder die wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe angestoßen.

Das Programm Haus der Digitalisierung * unterstützt die Umsetzung digitaler Entwicklungsprojekte in Niederösterreich. Unternehmen erhalten einen einfachen Zugang zu wissenschaftlichen Einrichtungen, können an Forschungsprojekten teilnehmen und deren Ergebnisse kommerzialisieren. Es werden Leit- und Demoprojekte umgesetzt und disziplinergreifendes Arbeiten über Instituts- und Sektorengrenzen hinweg ermöglicht. 

An der Umsetzung sind ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, niederösterreichische Fachhochschulen, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Inkubatoren, Pre-Inkubatoren, Acceleratoren und regionale Entwicklungsagenturen beteiligt. HdD als intelligentes digitales NetzwerkSeit dem Frühjahr 2018 wurde ein intelligentes digitales Netzwerk aufgebaut, im Zuge dessen in sechs Städten (Tulln, Krems, Klosterneuburg, St. Pölten, Wieselburg und Wr. Neustadt) digitale Knoten eingerichtet wurden. Die Knoten werden in unterschiedlichen Themenfeldern der Digitalisierung aktiv und fungieren als direkte Ansprechpartner für Anfragen, Ideen und konkrete Projekte. Durch monatliche Treffen und Netzwerkveranstaltungen in allen Städten hat sich ein lebendiges, branchenübergreifendes Innovations-Netzwerk entwickelt.

Ausgewählte Projekte der Knotenpunkte:

  • Genehmigtes K1-Projekt ABC Austrian Blockchain Center (FH STP mit Area 4)
  • Mixed Reality (FH STP, FOTEC, IMC plus 15 NÖ Unternehmen/Kooperationsprojekt)
  • Rapid Prototyping Framework für Mixed Reality  (FH STP, FOTEC)
  • Sec4dig – Qualifizierungsprojekt (FH STP, FOTEC)
  • FTI-Projekt Dataskop (FH STP, IMC, FOTEC, DUK)
  • Das Dienstleistungsprogramm DIHOST unterstützt KMUs in Ostösterreich bei ihrem digitalen Wandel.
  • Ausgewählte DIHOST-Projekte mit den Clustern Niederösterreich und den Knotenpunkten:
  • Routenoptimierung für Lebensmittel-Zustellungen (FOTEC, Bäckerei-Betriebe)
  • Internet of Things (IoT)-Wetterstationen zur Reduktion von Spätfrostfolgen im Weinbau (FOTEC, Weinbau-Betrieb)
  • Basis-Workshops IoT mit sogenanntem LoRaWAN (FOTEC)
  • Building Information Modeling- (BIM) & IoT-Seminare für HTL-Lehrer
  • Seminare für barrierefreie Webseiten und Schreibworkshops

Abgerundet wird das Angebot durch das virtuelle Haus der Digitalisierung, das im Jänner 2019 online ging und personalisierte Informationen und Services im Zusammenhang mit der Digitalisierung bietet. Seit Juli 2019 gibt es auch die Möglichkeit, Ideenwettbewerbe durchzuführen. 

HdD als Teil des EU-Projekts DIHELP

Das Haus der Digitalisierung nahm am DIHELP-Programm (Digital Innovation Hubs Enhanced Learning Programme) teil, einem Mentoring- und Coaching-Programm, das europaweit 30 innovative Digital Innovation Hubs bei ihrer nachhaltigen Entwicklung unterstützt. (Projektlaufzeit: März bis November 2019). 

Physisches Haus der Digitalisierung in Tulln

Das digitale Netzwerk zum Programm Haus der Digitalisierung wird auch ein physisches Zentrum erhalten: Ende Dezember 2019 fiel der Startschuss für die Errichtung des Hauses der Digitalisierung in Tulln. Mit einem Architektur-Wettbewerb und der Auswahl des Generalplaners wurden wichtige Leitpflöcke gesetzt. Im Zentrum stehen ein rund 800 m2 großer multifunktionaler Showroom, Co-Working-Bereiche und neue Bereiche für den Fachhochschul-Campus Tulln. Eröffnet wird Ende 2022.



Handlungsfeld Daten 

Maßnahmen im Handlungsfeld Daten haben die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Steigerung der Qualität im Dienstleistungsbereich mittels verbesserter Möglichkeiten zur Datennutzung und -auswertung zum Ziel.

Seit 2019 werden alle an einem bösartigen Tumor erkrankten Patientinnen und Patienten, die in niederösterreichischen Kliniken behandelt werden, flächendeckend nach einheitlichen Maßgaben erfasst. Im Rahmen interprofessioneller Fallbesprechungen, so genannten „Tumorboards“, werden Ärztinnen und Ärzte aus den verschiedensten Fachdisziplinen klinikübergreifend per Videokonferenz miteinander vernetzt. So erhält jede Patientin und jeder Patient, individuell angepasst, die bestmögliche Diagnostik, Therapie sowie Nachsorge. Bei der klinikübergreifenden Organisation und Dokumentation der onkologischen Behandlung ermöglicht das neue Onkologie-Informationssystem den behandelnden Expertinnen und Experten jederzeit vollen Einblick in die aktuelle Behandlungssituation.

Es stellt alle relevanten medizinischen Parameter für Therapieentscheidungen kompakt zur Verfügung und ermöglicht die dazugehörige Terminorganisation. Darüber hinaus unterstützt die IT-Plattform bei der

  • Teilnahme am bundesweiten Brustkrebsfrüherkennungsprogramm,
  • Integration internationaler onkologischer 
  • Zertifizierungen sowie der
  • Teilnahme an onkologischen Forschungsprojekten.

Im Notfall zählt jede Sekunde: Insbesondere an der Nahtstelle zwischen Rettungs- bzw. Notarztdienst und Klinikum ist die Weitergabe von Informationen für die bestmögliche Notfallversorgung von entscheidender Bedeutung. Die enge Kooperation zwischen der Notruf NÖ GmbH und der NÖ Landeskliniken-Holding hat deshalb das Ziel, die behandelnden Teams durch den elektronischen Austausch relevanter Information während des Einsatzes bestmöglich zu unterstützen und dabei wertvolle Sekunden im Wettlauf gegen die Zeit zu gewinnen. Über eine sichere Datenplattform werden so beispielsweise Informationen

  • zum Verletzungs- bzw. Krankheitsbild oder
  • zu verfügbaren Behandlungskapazitäten in den

Kliniken in Echtzeit abgebildet und dienen so den Rettungsteams bei der bestmöglichen Notfallversorgung unserer Patientinnen und Patienten.

Auf der Homepage des NÖ Luftgütemessnetzes (www.numbis.at) werden unter dem Motto „Wir messen, was Sie atmen, 365 Tage im Jahr“ alle 30 Minuten die aktuellsten Luftgütewerte veröffentlicht. Durch Berichte, Auswertungen und Tabellen wird der Öffentlichkeit eine rasche, umfassende und transparente Information über die Luftgütesituation in Niederösterreich geboten. Ein besonderes Service stellt der Bereich „Diagramme“ zur Verfügung – hier können Luftgütedaten von allen Stationen und allen gemessenen Komponenten als PDF-Grafiken oder Excel-Tabellen heruntergeladen werden. Die Bedienung und Navigation der Website ist einfach und selbsterklärend gestaltet und kann aufgrund des „responsive designs“ jederzeit mittels Smartphone oder Tablet abgerufen werden.

In diesem Projekt wird analysiert wie Daten und Systeme so miteinander verschränkt werden können, dass Bürger und Bürgerinnen diese nur einmal für die gesamte Kommunikation mit der Verwaltung (Bund, Land, Gemeinde) eingeben müssen. Erhoben werden Herausforderungen, die gemeistert werden müssen, um zukünftig

  • die Nutzung möglichst einfach zu gestalten,
  • die Richtigkeit der Daten sicher zu stellen und
  • Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.

Bei Frag nur einmal geht es darum, dass sofort nach der Authentifizierung in einem System, die gewünschten Formulare mit den korrekten Nutzerdaten befüllt werden. Es müssen technische und rechtliche Fragestellungen geklärt werden.

Niederösterreich ist Pilotprojektregion für den digitalen Impfpass, der Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten hilft eine rasche, individuelle Übersicht über den Impfstatus zu erhalten und nicht auf Impfungen zu vergessen. Der digitale Impfpass ersetzt die bisherigen Papier-Impfpässe.

Im Rahmen des Pilotprojektes wird

  • der Inhalt des E-Impfpasses erarbeitet und
  • die technische Infrastruktur in der elektronischen Gesundheitsakte errichtet.

Die Vorteile der Digitalisierung werden dazu genutzt, um eine moderne Gesundheitsversorgung in höchster Qualität anzubieten und zu sichern. Nach der Evaluierung des Pilotprojektes ist ab dem Jahr 2021 die österreichweite Ausrollung des digitalen Impfpasses geplant.


Handlungsfeld Digitalisierung in der Verwaltung

Die Verwaltung schafft selbst durch digitale Anwendungen Vereinfachungen und Mehrwert und setzt Impulse in der Region, etwa durch eine bessere Zusammenarbeit mit den 573 Gemeinden. Im diesem Handlungsfeld wurden insbesondere im Jahr 2019 zahlreiche Maßnahmen gesetzt.

Jede Jägerin und jeder Jäger muss Aufzeichnungen über die untersuchten Tierkörper führen und das Wildfleischuntersuchungsprotokoll jährlich ab 1. Jänner bis 31. Jänner des Folgejahres übermitteln. Ab 01.01.2020 können Jägerinnen und Jäger erstmals ein Online-Formular nutzen, um die Daten des Wildfleischuntersuchungsprotokolls elektronisch an die Bezirksverwaltungsbehörde zu übermitteln. Dabei werden die Personendaten der kundigen Person aus der Veterinärdatenbank übernommen, wodurch die Eingabe dieser Daten nicht mehr erforderlich ist. Jährlich können so rund 10.000 Berichte elektronisch gemeldet werden.

Nach Erfassung der Daten der untersuchten Tiere werden diese wiederum an die Veterinärdatenbank übergeben. Da jährlich auch eine Statistik über die untersuchten Tierkörper an den Bund zu übermitteln ist, kann diese nun aus der Veterinärdatenbank erstellt werden.

Durch das Interreg-Projekt „HERITAGE SK-AT“ (Interreg-Programm Österreich-Slowakei, 2014–2020) wird das kulturelle Erbe der Grenzregion mit vielfältigen Aktivitäten erforscht, belebt, präsentiert und weitergetragen. Im Rahmen des Projekts werden durch das Museumsmanagement Niederösterreich Handwerkssammlungen niederösterreichischer Museen in einer vernetzten Datenbank aufgearbeitet und präsentiert.

Durch die Sammlungsaufnahmen und eine digitale Inventarisierung von Muster- und Formbildern wird eine Gegenüberstellung von niederösterreichischen und slowakischen Handwerkstraditionen ermöglicht. 

Die Sammlungshighlights werden online auf DIPkatalog.noemuseen.at präsentiert und sollen der breiten Öffentlichkeit Gelegenheit bieten, in die Schatzkammern der Museen zu blicken. Bearbeitet werden hier beispielsweise die „Ofenkachelsammlung Erndt“ in Klein Pöchlarn oder Keramiken aus dem Stadtmuseum „Alte Hofmühle“ in Hollabrunn. Neben dem frei zugänglichen Online-Katalog entsteht auch eine interne Arbeitsplattform für Museumsmitarbeiterinnen und Museumsmitarbeiter.

Ziel des Projekts ist es, die bisher analoge Übermittlung der Ertragsanteileabrechnung an Gemeinden durch eine digitale Zustellung zu ersetzen. Im Rahmen des Projekts wird an den Grundlagen für eine digitale Zustellmöglichkeit gearbeitet. 

Durch eine digitale Zustellung könnte eine elektronische Übernahme in die Gemeindeakten erleichtert werden. Buchungssätze, die aufgrund der analogen Übermittlung derzeit händisch in Buchungsprogramme eingearbeitet werden müssen, könnten dann direkt elektronisch in die Buchungsprogramme übernommen werden. Neben der Reduzierung des manuellen Aufwands kann damit auch die Fehleranfälligkeit verbessert werden.

In den letzten Jahren kam es zu einem verstärkten Einsatz von Onlineformularen, die zahlreiche Vorteile mit sich bringen. Bürgerinnen und Bürger können Anträge unabhängig von Ort und Zeit einbringen. Zudem wird die Befüllung der Onlineformulare sukzessive durch das Wiederverwenden von Daten aus vorhanden Registern (Adressregister, ZMR, ...) erleichtert, was zu einer enormen Zeitersparnis für Antragsteller und Verwaltung führt. Damit folgt die NÖ Landesverwaltung dem Once-Only-Prinzip: Daten, die der Behörde bekannt sind, werden nicht nochmals abgefragt.  

Beispiel: Im Bereich der Wohnbauförderung können Bürgerinnen und Bürger eine Online-Förderungsberechnung durchführen und müssen nicht nochmal beim Wohnzuschuss Einkommensnachweise vorlegen.

Einreicher: Georg Ramler

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Software-Ökosystems, das es erlaubt, micro apps (Minianwendungen) für BürgerInnen und Bedienstete zu entwickeln.

Geoinformation kann dadurch ortsunabhängig und in Echtzeit, auch auf mobilen Endgeräten, erfasst und bereitgestellt werden. So wird ermöglicht, dass zukünftig z. B.: BürgerInnen Straßenschäden per Handy mit einem Foto einmelden oder FörsterInnen Inhalte für Bescheide vor Ort aufnehmen, dokumentieren und georeferenzieren können.

Die virtuelle Ambulanz soll alkoholkranken Menschen einen vereinfachten Zugang zur suchtmedizinischen Behandlung und Beratung ermöglichen, der oft durch lange Anfahrtswege erschwert wird. Zudem soll die Kommunikation zwischen dem Landesklinikum Mauer und den Suchtberatungsstellen des Landes Niederösterreich mit digitalen Medien vereinfacht und Personalressourcen effizienter eingesetzt werden.

Das Projekt soll Veterinärkontrollen in verschiedensten Bereichen (Cross Compliance, Tierschutz, Futtermittel etc.) digitalisieren, um die Kontrollergebnisse direkt weiterbearbeiten zu können, um so eine effizientere und zeitgemäße Arbeitsweise zu ermöglichen.

Die Verfügbarkeit aller Flächenwidmungsplaninhalte in Form von GIS-Daten (anstelle einer Mehrfachausfertigung in Papierform) würde vielfältige Analysemöglichkeiten bieten (zum Beispiel Entwicklung der Baulandmenge) und ein praktisches Service für die BürgerInnen darstellen. Es ist eine wesentliche Grundvoraussetzung, um örtliche und überörtliche Raumplanung zeitgemäß betreiben zu können.

weiterführende Links

Ihre Kontakstelle des Landes

Amt der NÖ Landesregierung
Geschäftsstelle für Technologie und Digitalisierung
Landhausplatz 1, Haus 14 3109 St. Pölten E-Mail: post.wst3@noel.gv.at
Tel.: 02742/9005 - 16165
Fax: 02742/9005 - 16300
Letzte Änderung dieser Seite: 26.3.2020
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